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Inland
Politik

Wird Liberaler David Leisterh am Sonntag Ministerpräsident in Brüssel?

Der Spitzenkandidat der frankophonen Liberalen in Brüssel, David Leisterh (MR) könnte bei den Regionalwahlen am Sonntag die 20 Jahre lange Vorherrschaft der Sozialisten (PS) beenden und Ministerpräsident werden. Die französischsprachigen Liberalen von MR liegen in den Umfragen in Führung.  

Martina Luxen
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Wenn die französischsprachigen Liberalen die Erwartungen bei den Regionalwahlen in Brüssel erfüllen, könnte die MR (liberale Mouvement réformateur) die Regierung der Hauptstadtregion anführen und den Ministerpräsident stellen.

Der Brüsseler Journalist Lucas Vandertaelen glaubt, dass der 39-Jährige David Leisterh, der im wallonischen Namur geboren wurde und vor 20 Jahren in die Brüsseler Gemeinde Watermaal-Bosvoorde zog, eine Chance hat. Unter anderem, weil die regierende PS fast ausschließlich die muslimische Gemeinschaft in Brüssel im Visier hat: “Diese Strategie könnte sie teuer zu stehen kommen. Sie kollidiert mit einigen sozialistischen Werten und führt zu schlechten Umfrageergebnissen. Der Spitzenkandidat der PS, Ahmed Laaouej, spricht kein Wort Niederländisch und ist im Wahlkampf unsichtbar”, so Brüssel-Kenner Vandertaelen.

David Leisterh, diplomierter Übersetzer für Französisch, Niederländisch, Englisch, will dagegen mehr für die Sicherheit und Sauberkeit in Brüssel zu tun. Dem Mobilitätsplan der links-grünen Regierung ‘Good Move’ hat der Liberale den Kampf angesagt.  

In der zweisprachigen Region Brüssel-Hauptstadt will Leisterh einen zusätzlichen Anreiz schaffen, um Beamte zu ermutigen, Niederländischkurse zu besuchen und mehr Niederländischunterricht in der Schule zu erhalten." 

"Ich sprach kein Wort Niederländisch, aber die Liebe hat es mir beigebracht, denn meine Frau ist Flämin. Die flämische Kultur gehört zu meinem Alltag. Ich würde unserem Parteivorsitzenden Georges-Louis Bouchez gerne empfehlen, es mir nachzutun, aber er hat schon eine wallonische Freundin", verriet Leisterh.  

"Ich bin ein großer Befürworter von zweisprachigen Immersionsschulen, wie es sie in meiner Gemeinde und in Wallonisch-Brabant bereits gibt. Die Zweisprachigkeit ist wirklich ein Vorteil, sie ist ein zusätzliches Diplom, vor allem in Brüssel", so der Anwärter auf den Posten des Ministerpräsidenten.

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