Fünf Beklagte wurden am Mittwoch zu hohen Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie einen Anschlag auf ein Polizeirevier und den Antwerpener Bürgermeister Bart De Wever (N-VA) geplant hatten. Der Hauptverdächtige muss für 13 Jahre ins Gefängnis. Ein Beklagter wurde freigesprochen.
Hohe Gefängnisstrafen für Mitglieder einer Terror-Gruppe, die Anschlag auf Bart De Wever plante
Am 27. März 2023 führten die Sicherheitsbehörden Hausdurchsuchungen im ganzen Land durch und wurden die Mitglieder der Terror-Gruppe verhaftet. Am Ende mussten sich sechs Verdächtige – worunter auch eine Frau – vor dem Gericht verantworten.
Das Antwerpener Strafgericht hat am Mittwoch ein klares Urteil gefällt: „Der Anschlag konnte nur dank dem frühzeitigen Eingreifen der Sicherheitsbehörden vermieden werden“, so die Urteilsverkündung. „Die Ermittlungen haben eindeutig ergeben, dass der Hauptverdächtige fortgeschrittene Pläne hatte, einen Anschlag auf Bart De Wever und ein noch unbekanntes Polizeirevier zu verüben.“ Der erst 21-jährige Hauptangeklagte wollte mit seinen Plänen „die politischen Grundstrukturen des Landes erschüttern und der Bevölkerung große Angst machen“.
Der Richter beschrieb auch die Pläne der anderen Mitglieder der Terror-Gruppe: Manche verschickten Nachrichten, andere suchten nach der Adresse von Bart De Wever. Auch die Frau des Hauptverdächtigen spielte eine entscheidende Rolle, weil sie „einen wichtigen ideologischen Beitrag zu den Plänen leistete“.
Der Hauptbeklagte wurde zu einer Gefängnisstrafe von 13 Jahren wegen terroristischen Mordversuchs und Führung einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Er muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 16 000 Euro bezahlen und verliert für 10 Jahre lang seine Rechte.
Die vier weiteren Verdächtigen bekamen Strafen zwischen 7 und 13 Jahren und Geldstrafen bis zu 16 000 Euro. Ihnen werden für 10 Jahre die Rechte aberkannt. Die Verurteilten können noch in Berufung gehen und mindestens einer von ihnen wird dies auch tun.
Der sechste Beklagte wurde auf der ganzen Linie freigesprochen.
