Die Besetzung des UFO-Gebäudes der Universität Gent (UGent) wird trotz der Aufforderung, das Gebäude bis zum Mittwochmittag zu verlassen, fortgesetzt. Ein Gerichtsvollzieher kam, um Feststellungen zu treffen. Diese sind erforderlich, um später eine Zwangsräumung zu ermöglichen. Rund 50 Aktivisten wollen weitermachen.
Besetzung eines UGent-Gebäudes geht weiter: Gerichtsvollzieher eingeschaltet
Am Mittag besuchte ein Gerichtsvollzieher das UFO-Gebäude, um festzustellen, dass sich dort immer noch rund 50 Studierende aufhalten. Die Besetzung dauert jetzt schon einen Monat. Es wurden Zelte aufgestellt und ein Studien- und Essbereich eingerichtet. Die Aktivisten wurden von der UGent aufgefordert, das Gebäude freiwillig zu verlassen, sind dieser Aufforderung aber nicht nachgekommen.
Der Gerichtsvollzieher wird sich nun mit dem Anwalt von der UGent in Verbindung setzen. Er kann dann vor Gericht gehen und eine Zwangsräumung beantragen. Wenn nötig, kann sogar die Polizei eingeschaltet werden. Einen Zeitplan gibt es noch nicht.
Letzte Woche kündigte die Genter Universität an, alle Verbindungen zu israelischen Universitäten kappen zu wollen. Diese Entscheidung befriedigt die protestierenden Studierenden nicht: „Wir verstehen, dass es weniger Verständnis in der Gesellschaft gibt, weil man den Eindruck bekommt, dass wir nie zufrieden sind“, sagt ein Student. „Ich will nicht die Geschichtsbücher eingehen mit der Idee, dass ich zu wenig getan habe, während in Gaza ein Völkermord begangen wird. Radikalere Aktionen sind notwendig, aber intern ist man sich darüber nicht einig.“
Gestern zeigte sich der Schlichter Khalid Benhaddou enttäuscht und zog sich zurück.
