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Gesundheit

Masernvirus im Abwasser von Leuven gefunden: Deutet auf mehrere Infektionen in der Region hin

Das Forschungsinstitut der KU Leuven hat herausgefunden, dass das Abwasser in der Unistadt Masernviren enthält. „Das ist besorgniserregend, denn dann sind mehrere Menschen in der Gegend bereits mit dem Virus infiziert“, so Elke Wollants vom Rega Institute. 

Martina Luxen Belga
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Das Institut untersucht seit Anfang des Jahres die Abwässer von Leuven, Brüssel Nord und Brüssel Süd. Im März war das Brüsseler Abwasser positiv auf das Masernvirus getestet worden. Leuven wurde im März noch negativ befunden.

„Mitte Mai wurde auch das Wasser in Leuven positiv getestet“, sagt Virologin Elke Wollants, Laborleiterin des Forschungszentrums. „Das Gesundheitsamt hat uns mitgeteilt, dass eine Person aus Bertem mit dem Virus infiziert ist. Dass das Virus jetzt im Abwasser gefunden wurde, deutet darauf hin, dass es noch viele weitere Infektionen gibt, die unter dem Radar bleiben.“

Impfen gegen Masern

Wollants fordert die Menschen auf, sich gegen Masern impfen zu lassen. „Eigentlich dürfte das Virus nicht wieder auftauchen, nachdem es dank der Impfkampagnen praktisch ausgerottet wurde. Da die Impfraten sinken, verbreitet sich das Virus erneut. Übrigens nicht nur in Belgien, sondern in ganz Europa. Seit der Corona-Periode ist eine Impfmüdigkeit zu beobachten.”

„Masern sind nicht nur ein kleiner Ausschlag mit Schnupfen, Husten und Fieber“, warnt Wollants: „Die Gefahr liegt in den möglichen Komplikationen: Jeder vierte Patient bekommt zum Beispiel eine Augen-, Ohren- oder Lungenentzündung. Eine infizierte Person kann auch eine sehr schlimme Gehirnentzündung bekommen. Selbst im späteren Leben kann jemand, der Masern hatte, an dieser Komplikation sterben.“

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