Die Belgische Liga für Kardiologie fordert ein verpflichtendes Screening auf Arteriosklerose für Menschen über 50. Das schreibt die Tageszeitung Het Laatste Nieuws. Jedes Jahr führt Arterienverkalkung in Belgien zu 23.000 Todesfällen, betont Rik Vanhoof, Direktor der Liga. Er bezeichnet sie als „unsichtbaren Killer“: „Die Symptome sind unsichtbar, weswegen noch immer viele Fälle unentdeckt bleiben.”
Belgische Kardiologen fordern Pflichtscreening auf Arteriosklerose für über 50-Jährige
Die Kardiologen wollen, dass alle über 50-Jährige alle fünf Jahre zu ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt gehen und sich kostenlos auf Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, hohe Cholesterinwerte, Fettleibigkeit und Bewegungsmangel untersuchen lassen. Diese Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der möglichen Entwicklung von Arteriosklerose.
Schätzungen zufolge leiden mindestens 750.000 Belgier an Arteriosklerose oder Atherosklerose. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Verdickung der Arterienwand, die dadurch ihre Elastizität verliert. Die Verdickung entsteht häufig durch die Ansammlung von Fett, Cholesterin oder anderen Substanzen in den Arterienwänden. Atherosklerose ist oft symptomlos, bis sich eine Plaque löst oder die Ansammlung so groß ist, dass sie den Blutfluss blockiert.
Eine ausgewogene Ernährung und körperliche Betätigung können helfen. Mögliche Behandlungen sind Medikamente, die Öffnung der betroffenen Arterien und chirurgische Eingriffe.
Das Budget, das von der Regierung für die Prävention freigegeben wird und das auf 230 Millionen Euro geschätzt wird, soll wieder eingespielt werden. „Die Atherosklerose kostet unser Gesundheitssystem heute 5 Milliarden Euro pro Jahr“, erinnert die belgische Kardiologenliga.
