Der CO2-Ausstoß der 10 % reichsten Bürger Belgiens liegt um einiges höher als der, vom Rest der Bevölkerung. Dies ist aus einer Studie zur Klima-Ungleichheit von Oxfam ersichtlich. Belgien steht in dieser Frage im weltweiten Durchschnitt übrigens gar nicht gut da, wie die Oxfam-Studie aufzeigt.
Studie von Oxfam: Die reichten Belgier stoßen im Vergleich deutlich mehr CO2 aus, als die unteren Einkommensgruppen
Die 10 % reichsten Bürger Belgiens stoßen pro Kopf etwa genau so viel CO2 aus, wie die 45 % ärmsten Landsleute bzw. Bürger aus den unteren Einkommensklassen. Damit ist laut Oxfam die „Klima-Ungleichheit“ in unserem Land pro Einwohner besonders groß.
Auch weltweit steht Belgien in dieser Frage nicht wirklich gut da. International gesehen steht unser Land beim Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 an 9. Stelle. Damit schneidet das Land schlechter ab, als die USA. Im Vergleich mit den anderen Ländern in der Europäischen Union steht Belgien auf Rang 2 hinter Malta.
Gründe dafür sieht Oxfam in der Industrie, in der Einfuhr von Gütern aus dem Ausland, die mit hohen CO2-Ausstoß produziert wurden, im intensiven Straßenverkehr und nicht zuletzt in der Höhe der Investitionen von wohlhabenden Belgiern in fossile Energiequellen.
Laut der Oxfam-Studie liegt ein klarer Link zwischen der gesellschaftlichen Ungleichheit und der Klimakrise vor. Die Menschen, die am wenigsten CO2 ausstoßen oder verursachen, haben am stärksten unter dem Klimawandel zu leiden.
