Bei den Sozialwahlen in Belgien ist die christliche Gewerkschaft ACV trotz leichter Verluste erneut als stärkste Kraft hervorgekommen. Die Sozialwahlen an sich haben nur geringe Verschiebungen ergeben. Bei diesen Wahlen in den Unternehmen in der Privatwirtschaft und Organisationen im Land werden die Vertreter und Vertreterinnen in den Sozialgremien bestimmt.
Ergebnisse der Sozialwahlen in Belgien: Die christliche Gewerkschaft bleibt die stärkste Kraft
Die rund 2 Millionen Beschäftigten in der Privatwirtschaft durften im Zeitraum 13. bis 26. Mai ihre Vertreter in den Betriebsräten wählen dürfen. Nach vorläufigen Ergebnissen bzw. nach Auszählung der Stimmzettel in rund 90 % der Unternehmen wurde deutlich, dass die christliche Gewerkschaft ACV (CSC im frankophonen und im deutschsprachigen Raum) trotz leichter Verluste mit rund 53 % in den Unternehmen die stärkste Kraft bleibt.
Die sozialistische ABVV legte leicht zu und kommt jetzt auf knapp 35 % der Stimmen, während die liberale ACLVB mit jetzt rund 10 % Stimmenanteil zum siebten Mal in Folge zulegen konnte. Quasi alle Stimmengewinnen erfolgten zu Lasten der ACV.
Die Sozialwahlen in Belgien finden alle 4 Jahre statt
Dieses Jahr wurden die Vertreter aus Belegschaften bei rund 4.000 privatwirtschaftlichen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in die Betriebsräte gewählt. In unserem Land haben Betriebsräte z.B. die Möglichkeit, Informationen zu u.a. Umstrukturierungen zu beantragen.
In den hiesigen Unternehmen mit mindestens 50 Beschäftigten wurden bei den Sozialwahlen auch die Vertreter für die betriebsinternen Ausschüsse für Gefahrenverhütung und für Sicherheit am Arbeitsplatz gewählt. Davon sind rund 7.200 privatwirtschaftliche Firmen in Belgien betroffen.
