Am Antwerp Euroterminal (AET) ist in dieser Woche mit dem Bau des ersten Stromanschlusses für Seeschiffe an einem Kai begonnen worden. Mit diesem Stromanschluss will man vermeiden, dass Schiffe, die an den Kais angelegt haben, ihre Dieselmotoren laufen lassen müssen, um für die Elektrizitätsversorgung zu sorgen. Die Anlage soll ab 2026 in Betrieb genommen werden.
Elektrifizierung: Der Bau des ersten Stromanschlusses für Schiffe an einem Kai im Antwerpener Hafen hat begonnen
„Diese Art Anlagen sind entscheidend für die Vergrünung unserer Häfen“, sagte Jacques Vandermeiren, CEO von Port of Antwerp-Bruges dazu: „Das wird einen enormen Impakt auf den Ausstoß von CO₂, Stickstoffoxiden und Schwefeloxiden haben. Die Luftqualität wird besser und es wird weniger Umgebungslärm verursacht.“
Diese erste Anlage ihrer Art im Antwerpener Hafen wird zwei Anschlüsse mit einer Gesamtkapazität von 5 Megawatt haben. Ab etwa 2026 können Schiffe diese Stromanschlüsse nutzen. Laut Hafen-CEO Vandermeiren nehmen die Erteilung von Genehmigungen und die Lieferung von speziellen Bauteilen einige Zeit in Anspruch.
Nachhaltige Elektrizität
Die größten Hürden seien aber bereits genommen: „Das betrifft die hohen Investitionen, bei denen alle Blicke in die gleiche Richtung gehen müssen. Die Gründung des Konsortiums für den Bau dieses Anschlusses ist schon an sich ein enormes Meisterstück.“
Die Elektrizität für diesen Stromanschluss wird aus nachhaltigen Energiequellen, wie Windkraft, Solarenergie und entsprechend gespeisten Batterien kommen. Der Bau der Anlage wird mit 25 bis 30 Mio. € veranschlagt. Die flämische Landesagentur für Innovation und Unternehmertum (VLAIO) trägt mit einem Zuschuss über 4 Mio. € dazu bei.
