Beim Bau der neuen Mole im Küstenbadeort Blankenberge werden 50 Eco-Blöcke eingearbeitet. Im Gegensatz zu den glatten Betonblöcken, die normalerweise verwendet werden, sind die Eco-Blöcke rauer und damit besser dafür geeignet, dass sich Organismen aus dem Meer daran festigen können. An der belgischen Nordseeküste gibt es zu wenig Möglichkeiten für Krabben und Austern, sich irgendwo anzuhaften.
Eco-Blöcke in der Mole von Blankenberge sollen für mehr Biodiversität sorgen
Diese Eco-Blöcke stellen eine Art Riffkultur dar, die Krabben und Austern als Lebensraum brauchen, so Sarah Parent von Go Ocean, ein Unternehmen, dass solche Blöcke entwickelt, gegenüber VRT NWS: „Wir haben enorm viele Austern verloren. Und Austern, wir nennen sie ‚keystone species‘, sorgen alle auch für anderes Leben. In unserer Nordsee haben wir viel zu viele japanische Arten. Wir müssen die flache europäische Auster wieder in unserer Biodiversität integrieren.“
„Die Nordsee hat wirklich Hilfe nötig. Es verschwinden sehr viele Austern- und Muschelbänke in unserer Region. Wir werden dieses Pilotprojekt jahrelang monitoren und wir werden Messungen durchführen, um diese Eco-Blöcke danach hoffentlich weltweit einführen zu können“, so Parent weiter.
In den Niederlanden wird das Unternehmen künstliche Austernbänke vor Vlissingen ausbringen, damit sich dort Austern niederlassen und entwickeln können. Go Ocean ist weltweit aktiv mit dem Ziel, die Ökosysteme zu verbessern: „Wir arbeiten auch in Bali an der Gesundung von Korallen, in Schottland an der Wiederbelebung von Seegras und in Madagaskar an den Mangroven.“
