Rund 40 Studierende aus verschiedenen Universitäten in Flandern haben sich am Mittwoch in der Brüsseler Ravenstein-Galerie versammelt, um dort vor dem Sitz des Flämischen Interuniversitären Rates (VLIR) zu protestieren. Sie fordern, dass die Universitäten in Flandern ihre Zusammenarbeit mit israelischen Einrichtungen angesichts des Krieges in Gaza überdenken.
Studierende protestieren für Palästina in Brüssel beim flämischen Universitätsrat
Angefeuert von Slogans, wie „Free Free Palestine“ kletterten am Mittwoch rund 40 Studentinnen und Studenten aus verschiedenen Universitäten in Flandern die Wendeltreppe in der Ravenstein-Galerie in Brüssel herauf, um oben angekommen, den Eingang zum Sitz des Flämischen Interuniversitären Rates (VLIR) zu blockieren.
Dort versammeln sich jeden letzten Mittwoch im Monat die Rektoren der flämischen Unis zu Gesprächen. Die Studierenden wollten diesen Umstand nutzen, um weiteren Druck auf die hiesigen Universitäten auszuüben, damit diese ihre Zusammenarbeit mit israelischen Unis beenden bzw. überdenken.
Rektoren zu unverbindlich?
Die Studierenden sind der Ansicht, dass die Rektoren in ihren Aussagen und Versprechungen zu allgemein und zu unverbindlich sind. Die 5 flämischen Universitäts-Rektoren sollen bei ihrem Treffen an diesem Mittwoch die Israel-Frage auf ihrer Tagesordnung haben.
Die Demonstranten wollen auch, dass die Europäische Union ihren Kooperationsvertrag mit Israel zu Forschung und Wissenschaft aussetzt und dass die flämischen Unis versuchen, auf ihre Partnereinrichtungen in Europa Druck auszuüben, damit auch diese ihre Zusammenarbeit mit Israel überprüfen oder stoppen.
