Die flämische Regionalregierung unterstützt ArcelorMittal in Gent mit einer Subvention in Höhe von 600 Millionen Euro. Das sind 250 Millionen Euro mehr als zuvor geplant. Dies hat der flämische Finanzminister Matthias Diependaele (N-VA) angekündigt. Die Investition dient der Dekarbonisierung der Fabrik.
Flandern investiert zusätzliche 250 Millionen Euro in ArcelorMittal-Fabrik in Gent
Eine CO²-neutrale Stahlfabrik ist laut Minister Diependaele von zentraler Bedeutung für die Transformation der ArcelorMittal-Niederlassung in Gent in eine kohlenfreie Fabrik im Jahr 2025. Die Investition ist Teil des Vorhabens, die Stahlindustrie in Flandern nachhaltiger zu machen. Die flämische Regionalregierung fasste schon im Jahr 2021 den Beschluss, den Dekarbonisierungsplan von ArcelorMittal mithilfe eines Darlehens zu unterstützen. Ursprünglich waren 350 Millionen Euro vorgesehen, nun liegen 600 Millionen Euro auf dem Tisch.
Französische Konkurrenz
„Diese Investition soll dafür sorgen, dass die Zukunft der Niederlassung im Genter Hafen gesichert wird und dass Gent ihre Führungsrolle in der Stahlindustrie und seine Wettbewerbsfähigkeit behalten kann“, betont Minister Diependaele.
In ein paar Monaten wird die ArcelorMittal-Gruppe darüber entschieden, ob sie in ihre französische Fabrik in Dunkerque oder ihre belgische Filiale in Gent investieren wird. Minister Diependaele zeigt sich zuversichtlich: „Mit unseren anderen Investitionen und Subventionen können wir ein starkes Dossier vorlegen. So können wir uns der Konkurrenz aus Frankreich stellen und Arbeitsplätze in Gent sichern.“
ArcelorMittal Gent beschäftigt derzeit 4 500 Mitarbeiter. Bei Zulieferern des Unternehmens arbeiten mehr als 1 100 Menschen.
Billiger Strom
Am Mittwoch teilte die föderale Regierung mit, ArcelorMittal für die kommenden 10 Jahre billigen Strom in Aussicht stellen zu wollen. Dieses Versprechen hängt mit den Plänen der Fabrik, zwei elektrisch betriebene Hochöfen zu bauen, zusammen.
