Seit Wochen legen Gefängnismitarbeiter in ganz Flandern regelmäßig die Arbeit nieder. Dienstagabend sind auch die Wärter der Brüsseler Gefängnisse in einen zweitägigen Streik getreten. Die Haftanstalten in Saint-Gilles, Haren und Forest sind betroffen. Ab Mittwochabend wird auch das Gefängnis in Antwerpen bestreikt.
In den vergangenen Wochen gab es schon Streiks in den Einrichtungen in den Provinzen Ost-Flandern, Flämisch-Brabant, Limburg und West-Flandern. Heute Abend ist das Gefängnis von Antwerpen an der Reihe.
Zum Streik im Gefängnis von Saint-Gilles sagt Alain Blancke, Vertreter der Gewerkschaft ACV: „Zuerst gab es ein Budget, um Saint-Gilles bis zum Ende des Jahres 2024 am Laufen zu halten. Es herrscht aber immer noch Unklarheit über die Schließung. Die Lage ist prekär. 500 Gefangene sitzen in der Einrichtung von Saint-Gilles, wegen der Überbelegung können nicht alle einfach verteilt werden.“
Diese Überbelegung sowie der Personalmangel sind die Hauptgründe der andauernden Streiks. In den belgischen Haftanstalten sind 10 000 Plätze vorgesehen, derzeit sitzen aber 12 000 Menschen eine Haftstrafe ab.
