Vor 150 Jahren fuhr in Gent die erste Straßenbahn. Diesen Teil der Verkehrsgeschichte feiert die ostflämische Metropole an diesem Pfingstwochenende mit unter anderem Tramparaden. Dabei kommen auch eine dampfende Tramlok und eine Pferdetram zum Einsatz.
Am 24. Mai 1874 fuhr in Gent die erste Pferdetram. Diese Bahn verband die Ortsteile Gent-Süd und Dampoort. Bis heute, 150 Jahre später, ist die Straßenbahn aus dem Stadtbild und aus dem Nahverkehrsangebot in der ostflämischen Provinzhaupt- und Universitätsstadt nicht wegzudenken.
An diesem Pfingstwochenende wurde der 150. Geburtstag der Tram in Gent ausgiebig gefeiert. Dazu fuhren mehrere historische Straßenbahnen durch die Stadt und die Fahrgäste konnten sich in nostalgische Zeiten zurückversetzen lassen.
Dabei kam selbst eine alte Pferdetram zum Einsatz und es verkehrts ein Zug der früheren Vizinalbahn mit einer Tramdampflok. Einige Mitarbeiter aus dem Fahrpersonal der flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn hatten dazu von einigen Museumsstraßenbahnern eine Ausbildung für das Fahren von solchen historischen Fahrzeugen erhalten.
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Die Schaffner und die Tramfahrer trugen dazu auch nostalgische Uniformen. Die alten Straßenbahnen fuhren vom Genter Hauptbahnhof Sint-Pieters aus in Richtung Zentrum und der Linienendpunkte Moscou und Zwijnaarde.
Am Sonntagvormittag wurde eine Tramparade zwischen dem Duivelsteen und dem Gravensteen organisiert, bei der zahlreiche alte Bahnen in einer Kolonne an den zahlreichen Neugierigen vorbeifuhren.
Im Industriemuseum in Gent (IM, Minnemeers 50, 9000 Gent) ist derzeit eine Ausstellung zu 150 Jahren Tram in Gent zu sehen. Hier wird auch die soziale Komponente der Tram bei der Bevölkerung beleuchtet und man kann dort die Entwicklung der Straßenbahn in der Stadt kennenlernen und auch das Leben des Trampersonals hinter den Kulissen. Info: https://www.industriemuseum.be
