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Bienensterben: Die Sterbeziffer bei Honigbienen stieg in Belgien auch im letzten Jahr wieder

Die Sterbeziffer bei den Honigbienen ist im vergangenen Jahr erneut angestiegen. Auch für das Jahr 2022 waren steigende Zahlen registriert worden. Die belgische Bundesagentur für Lebensmittelsicherheit (FAVV) meldete, dass 2023 fast ein Drittel (27,2 %) der Bienen das Jahr nicht überlebten. Im Jahr davor war knapp ein Viertel der Honigbienen (21,8 %) gestorben. Gründe dafür waren Befall mit der Varroamilbe und die europaweite Bienenkrankheit Faulbrut. 

Andreas Kockartz
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Die Lebensmittelbehörde FAVV besucht Imker in Belgien pro Jahr dreimal. Insgesamt sind hierzulande 10.428 Imker gemeldet, die allesamt bei der FAVV registriert sind. Im Zeitraum 2022-2023 wurden 179 Imker kontrolliert, die insgesamt über 742 Bienenstöcke bzw. -völker verfügen. Während des ersten Besuchts im Herbst werden die Völker registriert, die die größten Chancen haben, den Winter zu überleben.

Im Frühjahr werden genau diese Bienenstöcke ein weiteres Mal kontrolliert und zwar dann, wenn die Bienen auf Nahrungssuche sind. Im Sommer folgt dann ein dritter Besuch. Im Rahmen dieser Besuche wird dann die Sternerate bei den Bienenvölkern erfasst. Und im genannten Zeitraum starben 27,2 % der Honigbienen in unserem Land.  

Varroamilbe und Faulbrut

Wichtigste Ursache für das Bienensterben auch in Belgien ist die Varroamilbe, ein Parasit, der Bienenvölker während der Brut befällt. Im vergangenen Jahr wurden in Europa 20 Herde festgestellt, in denen die Varroamilbe ihr Unwesen treiben konnte.

Die zweite Ursache ist die Faulbrut, die in Europa auf dem Vormarsch ist. Diese Bienenkrankheit wird von der Bakterie Melissococcus plutonius verursacht, die vor allem junge Larven befällt. Sind Bienenstücke mit Faulbrut befallen, muss der gesamte Bestand einer Imkerei vernichtet werden, damit sich diese Krankheit nicht weiter ausbreitet. 

Weltbienentag

Dieser 20. Mai ist der Weltbienentag der Vereinten Nationen, die die Wichtigkeit der Bienen für den Erhalt der Natur unterstreicht. Wer Bienen helfen möchte, der sollte nicht seinen ganzen Rasen mähen und Flächen lassen, auf denen Blumen blühen können. Das sollten möglichst honigtragende Pflanzen sein, die den Bienen Nahrung bieten.

Das können auch Balkonpflanzen übernehmen, wenn man keinen eigenen Garten hat. An warmen bis heißen Tagen sollte man auch eine Wasserschale aufstellen, aus der kleine Steinchen herausragen, damit Bienen trinken können, ohne zu ertrinken. 

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