Rund 1,2 Millionen Haushalte in Belgien zahlen jährlich bis zu 1.000 € zu viel für ihren Strom- und Gasverbrauch. Dies stellt der staatliche Energieregulator CREG. Hauptgrund dafür, so das Institut, ist, dass es auf dem Energiemarkt zu wenig Transparenz gibt.
Über eine Million belgische Haushalte zahlen pro Jahr bis zu 1.000 € zu viel für ihre Energie
CREG stellt fest, dass zahlreiche Verbraucher die Details ihrer Verträge mit den Elektrizitäts- und Gasversorgern nicht wirklich kennen. Der Energieregulator ruft die Energiekunden denn auch dazu auf, sich damit mit dem CREG-Scan zu beschäftigen.
Dieses Vergleichsportal ist allerdings nur in Niederländisch und in Französisch zu konsultieren, denn eine deutsche Version dieser staatlichen Webseite gibt es mal wieder nicht, auch wenn Deutsch die dritte Landessprache in Belgien ist.
Kurt Hermot vom CREG sagte, dass das Wissen über die Details und die Daten der Energieverträge einen enormen Unterschied ausmachen würden. Ein gleicher Vertrag kann je nach Anschlussdatum günstig oder zu teuer sein.
Da die gesamte entscheidende Information nur auf den sogenannten „Tarifkarten“ zu lesen sind, können die Verbraucher diese Unterschiede meistes nicht ausmachen.
CREG fordert jetzt, dass die Energielieferanten von der Regierung dazu verpflichtet werden, in ihrer gesamten Kommunikation mit ihren Kunden - auch bei den Rechnungen - einen Link zur Tarifkarte zu setzen. Zudem müsse der Name und die Bezeichnung der jeweiligen Verträge angezeigt werden sowie das Anfangs- und das Auslaufdatum.
