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UGent: Die Proteste gehen weiter

Die Universität Gent beendet die Zusammenarbeit mit 3 israelischen Einrichtungen

Die UGent hat unter dem Eindruck von Studentenprotesten die Zusammenarbeit mit 3 Einrichtungen in Israel beendet. Zuerst wollte sich Rektor Rik Van de Walle dem Druck nicht beugen, doch letztendlich beugte sich eine Ethikkommission der Universität über einige Fragen. Jetzt lässt der Rektor prüfen, wie die gemeinsame Arbeit mit den betroffenen israelischen Instanzen gestoppt werden kann. 

Andreas Kockartz
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Neben anderen Universitäten in Belgien forderten auch Studierende an der UGent ein Ende der Zusammenarbeit mit israelischen Einrichtungen unter dem Druck des Gaza-Konflikts. Die Protestierenden wollen vermeiden, dass ihre Uni an der Besetzung der palästinensischen Gebiete und am Konflikt in Gaza quasi beteiligt ist.

Unter dem Druck der demonstrierenden Studierenden rief Rektor Van de Walle am Donnerstag den Menschenrechtsausschuss der UGent zusammen, um das Thema Beendigung der Kooperation mit israelischen Partnern zu besprechen. Bei der Prüfung der Themenbereiche wurde deutlich, dass 3 der Einrichtungen an der Produktion von Armeematerial beteiligt sind oder dass sie zu israelischen Behörden gehören.

Dabei geht es konkret um folgende Einrichtungen, bei denen die Zusammenarbeit bzw. bei denen laufende Projekte überprüft wurden: Holon Institute of Technology, MIGAL Galilee Research Institute und Volcani Centre (Agricultural Research Organisation of Israel). UGent-Rektor Van de Walle steht hinter den Empfehlungen des Ausschusses und wird diesen „integral“ folgen.

Die Proteste werden fortgesetzt

Die gegen die Zusammenarbeit mit Israel demonstrierenden Studierenden ließen in einer ersten Reaktion wissen, dass die Empfehlungen der Ethiker der UGent und der Beschluss des Rektors, diesen zu folgen, ein erster Schritt in Richtung eines akademischen Boykotts sei: „Wir sehen dies als einen Sieg der Besetzung des Unigebäudes und einer monatelangen Aktion von Studenten und Mitarbeitern an.“

Das bedeutet aber nicht, dass die rund 300 Studentinnen und Studenten, die in einem Genter Unigebäude in einem Zeltlager wohnen, ihre Proteste abbrechen: „Wir machen weiter, bis die UGent ihre Verbindungen mit allen israelischen Einrichtungen abbricht.“

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