Die N-VA tritt bei den Wahlen für ein neues belgisches Bundesparlament bzw. für die Abgeordnetenkammer im Juni auch in der Wallonie an. Die flämischen Nationaldemokraten versuchen mit insgesamt 77 Kandidaten in allen wallonischen Provinzen Wähler für sich zu gewinnen. Zur Provinz Lüttich gehört auch die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) in Ostbelgien und hier tauchten jetzt zum ersten Mal überhaupt Wahlplakate der flämischen Nationalisten auf - in Französisch.
Wahlen ’24: Flanderns Nationaldemokraten N-VA treten in der Wallonie an – Wahlplakate auch in Ostbelgien
In der Provinz Lüttich treten die flämischen Nationaldemokraten mit Evelien Barbieux an, eine enge Mitarbeiterin des führenden N-VA-Politikers Theo Franken, als dieser noch Staatssekretär für Asyl und Einwanderung in der belgischen Bundesregierung war. Die N-VA tritt im französischsprachigen Landesteil übrigens mit dem Wahlslogan „Pour une Wallonie prospère“ an, was so viel heißt, wie „Für eine wohlfahrende Wallonie“ an.
Eine Premiere sind in diesem Zusammenhang Wahlplakate der flämischen Nationalisten N-VA in Ostbelgien, wie unsere Fotos aus der DG-Hauptstadt Eupen zeigen. Allerdings hat die N-VA für Ostbelgien keine Plakate in Deutsch gedruckt und so müssen die Wählerinnen und Wähler hier mit der französischsprachigen Version vorliebnehmen.
Programmpunkte für den Wahlkampf in Wallonien sind ein ausgeglichener Haushalt, eine strengere Einwanderungspolitik, eine Senkung der Belastung der Arbeit und eine gerechte soziale Sicherheit. Viele Wählerinnen und Wähler wird die flämische Partei in der Wallonie und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wohl nicht überzeugen, so Parteichef Bart De Wever noch im April: „Ziel ist nicht, dort den Durchbruch zu schaffen. Ich will vor allem die Debatte in der Wallonie beeinflussen.“
