Die Autobus-Sparte des in Konkurs gegangenen flämischen Traditionsunternehmens Van Hool in Koningshooikt (Prov. Antwerpen) könnte schon gegen Ende Mai vom niederländischen Bushersteller VDL übernommen werden. „Dies ist auf jeden Fall unser Ziel“, so die Kuratoren bei Van Hool. Bei der geplanten Übernahme der Trailer- bzw. Industriefahrzeuge-Abteilung durch GRW/Schmitz Cargobull hapert es hingegen juristisch noch.
Umstrukturierung bei Van Hool: Übernahme der Bus-Sparte durch VDL schon ab Ende Mai?
Das Übernahmedossier sei eine sehr komplexe Angelegenheit, so Jeroen Pinoy, einer der Kuratoren bei Van Hool, weil die Anwälte von Van Hool in einigen Ländern Zustimmungen bei den Wettbewerbsbehörden hätten einholen müssen, doch inzwischen werde die Übereinkunft im Detail besprochen.
Laut Pinoy bleibt es dabei, dass VDL am Standort Koningshooikt zwischen 300 und 600 Jobs beibehalten will. VDL wird aber auch einen Teil der Produktion im Van Hool-Zweigwerk in Nord-Mazedonien vornehmen.
Und die Trailer-Sparte?
CIM Capital führt Formfehler an. Laut dem flämischen Wirtschaftsmagazin Trends haben andere Mitbewerber Einsicht in die Buchhaltung der Van Hool-Abteilung für Industriefahrzeuge erhalten und CIM offenbar nicht. Der „Unternehmensretter“ Guido Dumarey hatte mit seiner Gesellschaft A&D abgehakt, weil er „Finanzströme“ zwischen der Bus- und der Trailer-Sparte erkennen konnte.
