Nach der einmaligen Dieric Bouts-Ausstellung in der flämisch-brabantischen Universitätsstadt Löwen ist dessen Meisterwerk „Das letzte Abendmahl“ wieder zurück in der Sint-Pieterskerk im Zentrum der Stadt. Auch andere Bouts-Werke sind jetzt wieder der Kirche zurück. In diesem Zusammenhang ist jetzt ein Radwanderweg in und um Löwen eingeweiht worden, der über rund 42 km an wichtigen Stellen im Leben und Wirken des Malers vorbeiführt.
Kultur mit dem Fahrrad erleben: Neuer Dieric Bouts-Radwanderweg rund um Löwen
Der flämische Maler Dieric Bouts (1415 in Haarlem – 1475 in Löwen) gehört zu Löwen und seine Bekanntheit seit Jahrhunderten wird jetzt dazu genutzt, ihn zum Botschafter seiner Stadt zu machen. Dabei ist der neue Radwanderweg entlang seiner Wirkungsstätten ein wichtiges Standbein. Das Angebot richtet sich aber nicht nur an Touristen, die von nah und fern nach Löwen kommen, sondern auch an die Bewohner der Stadt und der Umgebung.
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Gunther Coppens, Abgeordneter in der Provinz Flämisch-Brabant für Tourismus, fasst das so zusammen: „Das Radwegenetz in Flämisch-Brabant hat enorm viel Potential, um lokal und nachhaltig entdeckt zu werden. Zu diesem Erlebnis gehören auch Streetart, QR-Codes, die spannende Geschichten zu der Stelle erzählen, wo man gerade ist, Radwegempfehlungen oder die neue Dieric Bouts-Strecke, was für besondere Radtour-Erlebnisse sorgt.“
Dieric Bouts-Masterplan
Peter Bary, der Direktor des Löwener M Museums, in dem die Bouts-Werkschau stattgefunden hatte, sagte, dass man derzeit an einem umfassenden Dieric Bouts-Materplan arbeite: „Das wird eine Kombination aus wissenschaftlicher Forschung, Ausstellungen und Pflege des einmaligen Kulturerbes rund um den Löwener Stadtmaler aus dem 15. Jahrhundert, doch wir ergreifeb auch mit viel Vergnügen Initiativen, um das breite Publikum auch außerhalb der Mauern unseres Museums für das Werk von Dieric Bouts zu begeistern.
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Dazu gehört eben auch die neue Radwanderroute und auch kostenlose Führungen durch die Sint-Pieterskirche mit ihren Bouts-Schlüsselwerken. Die Rückkehr seiner Werke an die Orte, wo sie seit rund 600 Jahren zuhause sind, ist nach der riesigen internationalen Ausstellung eine tolle Möglichkeit, diese Gemälde auch außerhalb eines Kunst- und Museumskontextes zu erleben.
42 Kilometer Fahrradroute, 7 Stationen mit 7 Geschichten
Visit Leuven, die Abtei van Park, Tourismus Flämisch-Brabant und das M Museum haben die Dieric Bouts-Route gemeinsam zusammengestellt. Sie hat 7 Stationen mit 7 Geschichten. An 4 dieser Stationen sind QR-Codes angebracht, die mehr Informationen geben.
Die Stationen sind natürlich die Sint-Pieterskerk im Zentrum von Löwen, wo die Schlüsselwerke des Malers zu sehen sind, das leider kaum noch zu erkennende Atelier von Dieric Bouts in der Minderbroederskerk, die Abtei van Park in der Nachbargemeinde Heverlee, in der Bouts mit Geistlichen philosophierte, die Brauerei Hof ten Dormaal mit Bieren aus Rezepten aus dem 15. Jahrhundert und in unmittelbarer Nähe ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, wo Bouts-Werke versteckt wurden.
Zur Route gehören weiter der Kanal von Löwen zur Dijle, den Bouts in seine Kunst mehrmals einfließen ließ, das Steetart-Kunstwerk von Bisser zu Bouts an einer Fassade des Universitätsgebäudes UCLL und nicht zuletzt die Dirk Boutslaan, eine Straße, die nach dem Künstler benannt ist und in der ein 3D-Kunstwerk von Leon Kerr mit Bezug zu ihm zu sehen ist.
