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Dorfsaal in Oudenaarde (Provinz Ost-Flandern)
Inland

Immer mehr Dorfsäle in Flandern verschwinden: „Von zentraler Bedeutung für das Leben im ländlichen Raum“

Es sieht danach aus, dass es in 200 flämischen Dörfern bald keine Dorfsäle mehr geben wird. Das geht aus einer Umfrage der Landelijke Gilden in 600 der 1 200 Dörfern in Flandern hervor. Sprecher Isaak Dieleman betonte in VRT Radio 1, wie wichtig Investitionen in diesen Bereich sind. „Dorfsäle ermöglichen es, in einem Dorf nicht nur zusammenzuwohnen, sondern vor allem auch zusammenzuleben.“

Radio 1 Jens Van Reet
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Dielemans Ansicht nach ist ein Dorfsaal mehr als ein klassischer Pfarrsaal. „Für uns ist ein Dorfsaal der Ort, an dem Bürger sich treffen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie ist sowohl für Vereine als auch für Familienfeiern und Hochzeiten da.“ Heute stehen aber immer mehr Dorfsäle vor dem Aus. Das hat laut Dieleman damit zu tun, dass die Energie- und Sicherheitsregeln immer komplexer und strenger würden. „Deshalb sind große Investitionen erforderlich, um die Saale auf den neuesten Stand zu bringen.“

Diese Regeln führen zu einer Überbelastung der mehrheitlich ehrenamtlichen Mitarbeiter. „Außerdem sehen wir, dass die Verwalter immer älter werden. Jüngere Leute wollen sich auch für solche Initiativen einsetzen, aber man muss eben über viel Erfahrung verfügen, weil die Vorschriften so komplex sind“, so Dieleman.

Die Bedeutung der Dorfsäle darf nicht unterschätzt werden. Viele Dienste, wie Postämter und Geldautomaten, verlassen den ländlichen Raum und solche Säle können diese Lücken schließen. „Sie gewährleisten die Zukunft der Dörfer als lebhafte Orte.“

Dieleman fordert die flämische Regionalregierung und die Kommunen dazu auf, dringend in die benötigte Infrastruktur zu investieren und Konzepte für die Zukunft auszuarbeiten. 

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