Flandern will zusammen mit den Ostbelgiern einen deutschsprachigen Eingangstest für zukünftige (Zahn-)Ärzte organisieren. Diejenigen, die die Prüfung bestehen, dürfen an einer flämischen Universität ein Medizinstudium antreten. Die Unterstützung wird dringend gebraucht, denn in Ostbelgien gibt es nur etwa 70 Ärzte für 80 000 Einwohner.
Die flämische Regierung hilft der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Sachen Ärztemangel
Am Mittwoch unterzeichneten der flämische Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) und Bildungsminister Ben Weyts (N-VA) sowie der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Oliver Paasch (ProDG) und seine Bildungsministerin Lydia Klinkenberg (ProDG) ein Zusammenarbeitsabkommen, das den Ärtzemangel abfedern soll. Jedes Studienjahr wird es 8 ostbelgischen Studierenden ermöglicht, in ein Medizinstudium zu starten. Hinzu kommen noch 2 Plätze für beginnende Zahnärzte.
Eine wichtige Vereinbarung ist, dass die Prüfung auf Deutsch stattfinden kann. Das war nämlich zuvor nicht möglich, weshalb Studierende aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft die Eingangstests immer in niederländischer oder französischer Sprache ablegen mussten.
Ostbelgiens Ministerpräsident Paasch bedauert, dass Verhandlungen mit der Französischen Gemeinschaft bisher kein Ergebnis brachten. Er hofft, dass nach den Wahlen mit einer neuen Regierung ein Durchbruch erreicht werden kann.
