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Inland
Wirtschaft

Warum steigt der belgische Staat beim Material-Produzenten Umicore ein?

Der belgische Staat hat sich in die Materialiengruppe Umicore eingekauft und übernimmt 5 % der Aktien. Damit wird Belgien der viertgrößte Anteilseigner in diesem Unternehmen. Doch warum steigt der Staat in ein solches Unternehmen ein? 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die staatlich-belgische Partizipations- und Investierungsgesellschaft, die solche Belange in unserm Land verwaltet, steigt in der letzten Zeit öfter in Sektoren ein, die strategisch für unsere Wirtschaft wichtig sind. Zum einen wird in Unternehmen oder in Firmengruppen eingestiegen, um diese im Land besser zu verankern und zum anderen hat das auch damit zu tun, dass man eine konstruktive Industriepolitik führen möchte.

Vor zwei Jahren ist der belgische Staat zum Beispiel Aktionär bei der Versicherungsgesellschaft Ageas geworden. Aber aktuell will die belgische Bundesregierung auch auf Ebene der Energiewende und der Klimapolitik wirtschaftlich aktiver werden.

Umicore

Und hier ist auch die Partizipation in Umicore zu suchen. Dieser Rohstoff-, Technologie- und Recyclingkonzern ist einer der weltweit wichtigsten Mitspieler in der Herstellung von Rohmaterialien für die Produktion von Autobatterien, was natürlich eine wichtige Rolle in der Automobilindustrie darstellt (sprich für elektrische Autos). Und Umicore ist spezialisiert im Recyceln von Metallen, um daraus seltene Erden zurückzugewinnen.

International

Das Unternehmen gründete im September 2022 übrigens ein Joint Venture für nachhaltige Batterieproduktion mit Sitz in Brüssel mit PowerCo, ein Subunternehmen der Volkswagengruppe.

Konkret will Belgien aber auch mitbestimmen, in welchem Land ein neues Recyclingwerk für (Auto)Batterien entstehen soll. Die französische Regierung führt derzeit eine aktive Lobbypolitik durch, um dieses Werk nicht bei Umcore in Antwerpen bauen zu lassen, sondern im nordfranzösischen Dünkirchen… 

Das Umicore-Werk in Hoboken/Antwerpen

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