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Inland
Justiz

Organisierte Bande: Haftstrafen für 4 Einbrecherinnen am Gericht von Hasselt

Eine Bande von 4 Einbrecherinnen ist vor dem Hasselter Strafgericht zu Haftstrafen von bis zu 30 Monaten und zu Bußgeldern verurteilt worden. Die Frauen brachen in Häuser und Wohnungen ein und stahlen vornehmlich Schmuck, Bankkarten und Kleidung. Der Polizei halfen Mobiltelefon-Untersuchungen, Fingerabdrücke und Bilder von ANPR-Kameras bei den Ermittlungen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die vierköpfige Bande war zwischen August 2022 und Februar 2023 aktiv. Sie stand wegen 13 Einbrüchen in Beringen, Tessenderlo, Hamont-Achel, Pelt, Maaseik, Aarschot, Sint-Lievens-Houtem, Gent und Visé vor Gericht. Laut Gericht gilt es als erwiesen, dass die Frauen eine kriminelle Vereinigung gegründet hatten und dieser organisierte Charakter wiege schwer.

Eine 27 Jahre alte Frau bekam 30 Monate Haft ohne Bewährung, eine 50 Jahre alte Frau wurde zu 24 Monaten auf Bewährung verurteilt. Davon wurde allerdings die Zeit der U-Haft abgezogen. Beide Frauen müssen zudem 800 € Strafe zahlen.

Eine dritte Frau, 28 Jahre alt, muss 240 Stunden Arbeits- und Sozialstrafe ableisten und ebenfalls 800 € Strafe zahlen. Tritt sie ihre Arbeitsstrafe nicht an, drohen ihr 30 Monate Haft. Eine vierte Frau erhielt keine Strafe, denn sie sitzt bereits wegen ähnlicher Delikte für 3 Jahre in einer Zelle. 

Auftraggeber im Ausland?

Die 4 Frauen, die entweder die französische oder die serbische Nationalität haben, brachen in allen Fällen die Haustüren von Häusern auf, um dort einzudringen. Zweimal verleiteten sie ältere Damen dazu, sie hereinzulassen. Die Frauen waren jedes Mal mit eine Peugeot 206 unterwegs, wie aus Bildern von ANPR-Verkehrs- und Überwachungskameras deutlich wurde. In dem Auto wurden bei einer Durchsuchung Einbruchswerkzeuge gefunden. 

Untersuchungen der Mobiltelefone der Frauen ergaben, dass sie nach jedem Einbruch Kontakt zu einer Telefonnummer in den Niederlanden hatten. Daraus leiten die Ermittler ab, dass die Frauen möglicherweise im Auftrag gearbeitet haben. Diese mögliche Person konnte allerdings nicht identifiziert werden. 

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