In Brüssel ist zum ersten Mal ein an Vogelgrippe erkrankter Fuchs entdeckt worden. Beim Brüsseler Umweltamt, das das Tier untersuchen ließ, hieß es dazu: „In diesem Moment scheint es nur wenig Risiken für den Menschen zu geben, doch das Virus mutiert so schnell, dass sich das schnell ändern kann.“
2023 wurden in der Brüsseler Hauptstadt-Region 94 Kadaver von verendeten Tieren entdeckt und untersucht. 51 davon waren Füchse und ansonsten handelte es sich dabei mehrheitlich um Vögel. Die Füchse untersuchte man sowohl auf Tollwut, als auch auf Vogelgrippe. Es wurde vor einiger Zeit deutlich, dass auch diese Tiere an dem Virus erkranken und verenden können. In Flandern sind solche Fälle bereits dokumentiert.
Tollwut wurde bei keinen der toten Füchse festgestellt, wohl aber bei einem Tier die aktuellste Version des Vogelgrippevirus. „Das Tier ist auch an dieser Krankheit verendet“, so die Veterinärin Lieze Rouffaer von der Universität Gent (UGent), die an diesen Untersuchungen im Auftrag Brüssels mitarbeitet.
Die Tierärztin geht davon aus, dass der Fuchs an Vogelgrippe erkrankt ist, als er einen von dem Virus befallenen Vogel gefressen hat: „Auf diese Weise infizierten sich auch andere Fleischfresser, wie zum Beispiel Marder.“
Ansteckend?
Ist ein an Vogelgrippe verendeter Fuchs eine schlechte Nachricht? „Zu diesem Zeitpunkt ist das Risiko einer Epidemie bei Menschen noch sehr klein“, so Rouffaer: „Es wurde in Europa noch kein einziger Fall eines Menschen bekannt, der mit dem heutigen Virusstamm infiziert wurde. Auch bei Füchsen haben wir noch keinen Fall gehabt, wo das Virus unter den Tieren weitergegeben wurde.“
Aber, das Vogelgrippevirus mutiert schnell und im vergangenen Jahr zirkulierte es intensiv: „Dadurch steigt die Möglichkeit einer Mutation und das kann dazu führen, dass es zu und zwischen Säugetieren überspringen kann.“ Man sollte denn auch darauf verzichten, tote Vögel oder andere Tierkadaver anzufassen - auch ohne dass die Vogelgrippe zirkuliere, so die Tierärztin Rouffaer.
