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Protestcamp in einem KUL-Gebäude

Studierende protestieren an verschiedenen Unis in Belgien gegen die Zusammenarbeit mit Israel

Seit den frühen Morgenstunden am Montag besetzen Studierende ein Gebäude der Katholischen Universität von Löwen (KU Leuven). Sie protestieren damit gegen die Zusammenarbeit ihrer Uni mit israelischen Einrichtungen. Inzwischen finden derartige Proteste an den Universitäten von Gent, Antwerpen, Lüttich und Löwen statt.

Andreas Kockartz
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Rund 70 Studentinnen und Studenten besetzen seit Montagmorgen das College De Valck an der Fakultät Rechtswissenschaften der Uni Löwen. Sie rückten mit Zelten und Schlafsäcken an, was ein Zeichen dafür ist, dass sie hier länger ausharren wollen. Ziel der Studierenden ist ein Aussetzen der Zusammenarbeit der KUL mit Universitäten in Israel so lange, wie die Gewalt in Gaza anhält.

"Wir haben am Morgen ein Protestcamp um De Valck-Gebäude aufgebaut, um zu fordern, dass die KU Löwen alle Kooperationsabkommen mit Israel beendet. Vorläufig werden wir das nur hier machen und nicht in anderen Gebäuden der Universität", so Nils De Ridder, einer der beteiligten Studenten gegenüber VRT NWS: "Wir werden sehen, wie das hier weiterläuft."

Man wolle solange weitermachen, bis man auf ihre Forderungen eingeht, so die Studierenden. Die Polizei kam am Morgen vorbei, die aber nur die Lage analysierte. In einer schriftlichen Reaktion ließ die Universitätsleitung wissen, dass sie bestehende Kooperationen nicht beende, doch man werde bei möglichen neuen Partnerschaften mit Israel "zurückhaltender aufteten". 

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Die Polizei "schaute mal vorbei"

Auch in anderen Unis in Belgien wird gegen die Zusammenarbeit mit israelischen Einrichtungen protestiert. An der Uni von Gent (UGent) wirde seit der vergangenen Woche ein Gebäude lang besetzt. Dort nehmen jetzt auch Studierende der Artevelde-Hochschule an den Protesten teil, die ebenfalls einen Gebäudetrakt besetzen.

In Antwerpen gab es Protestdemos und in Lüttich an der ULG findet seit Freitag ein „Sit-In“ in einem der Hauptgebäude in der Innenstadt statt.

Die flämische Brüsseler Universität VUB lässt derzeit ihre Kooperationen mit Israel prüfen. Dort gab es am Wochenende aber auch eine pro-israelische Demonstration, bei der die Freilassung der Geiseln von der Hamas verlangt wurde. 

Protestcamp in der Artevelde-Hochschule in Gent

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