An diesem Montag haben in Belgien die Sozialwahlen begonnen. Das bedeutet, dass die rund 2 Millionen Beschäftigten in der Privatwirtschaft ihre Vertreter in den Betriebsräten wählen dürfen. Gewählt werden dabei auch die Mitglieder der betriebsinternen Ausschüsse für Gefahrenverhütung und für Sicherheit am Arbeitsplatz. Die Sozialwahlen laufen noch bis zum 26. Mai.
Die Sozialwahlen in Belgien finden alle 4 Jahre statt. Dieses Jahr werden die Vertreter aus Belegschaften bei rund 4.000 privatwirtschaftlichen Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in die Betriebsräte gewählt. In unserem Land haben Betriebsräte z.B. die Möglichkeit, Informationen zu u.a. Umstrukturierungen zu beantragen.
In den hiesigen Unternehmen mi mindestens 50 Beschäftigten werden bei den Sozialwahlen auch die Vertreter für die betriebsinternen Ausschüsse für Gefahrenverhütung und für Sicherheit am Arbeitsplatz gewählt. Davon sind rund 7.200 privatwirtschaftliche Firmen in Belgien betroffen.
Nach den Sozialwahlen vor 4 Jahren war die christliche Gewerkschaft ACV mit rund 55 % der Stimmen die stärksten Gewerkschaft in den Unternehmen in der Privatwirtschaft. Dahinter kamen die sozialistische ABVV mit 34 % und die liberalen ACLVB mit ganz knapp 10 %. Damit konnten die liberalen Gewerkschaftler nur hauchdünn die hierbei erforderliche 10 %-Hürde überschreiten.
