Im Justizpalast von Brüssel hat der Prozess gegen 4 Polizeibeamten begonnen, die mit dem Tod von Ibrahima Barrie zu tun haben sollen. Der junge Mann war nach seiner Festnahme im Januar 2021 in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs auf der Wache gestorben. Das Verfahren richtet sich gegen 2 Bundespolizisten und gegen 2 Beamten der Lokalpolizei.
Prozess gegen 4 Brüsseler Polizisten nach dem Tod eines jungen Mann im Januar 2021
Der damals 23 Jahre alte Ibrahima Barrie war am 9. Januar 2021 in der Nähe des Brüsseler Nordbahnhofs festgenommen worden, als er dabei war, einen Polizeieinsatz zu filmen. Als einige Polizisten seine Identität kontrollieren wollten, lief er weg.
Nach dem ihn die Polizisten dann doch festgenommen haben, wurde er in die nahegelegene Wache der Lokalpolizei gebracht. Dort aber brach er zusammen. Er wurde noch in ein Krankenhaus eingeliefert, doch dort starb er. Offenbar erlitt der junge Mann auf der Wache einen Herzstillstand.
Auf Kamerabildern auf der Wache ist zu sehen, dass die Polizisten einige Minuten gewartet hatten, bevor sie versuchten, ihn zu reanimieren. Die Familie des Mannes tritt in dem Verfahren als Nebenkläger auf und erhofft sich durch den Prozess Gerechtigkeit.
