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Kochbuchautorin Regula Ysewijn zeigt im Genevermuseum in Hasselt Fotos von traditionsreichen Kneipen

Die flämische Koch- und Backbuchautorin, Fotografin und Foodbloggerin Regula Ysewijn (Foto) zeigt im Genevermuseum in Hasselt in Limburg eine Fotoausstellung mit Bildern von Leuten, die in traditionsreichen Kneipen hinter der Theke stehen und arbeiten. „Kneipenwirtinnen und Nervensägen“ nennt sich das Ganze.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Regula Ysewijn hat in ihren Bildern für die Ausstellung „Kneipenwirtinnen und Nervensägen“ („Cafébazinnen en Zagemannen“) die Seele der traditionellen Volkskneipen in Flandern aufgefangen. In den letzten Jahren haben viele dieser alten Kneipen auch hierzulande dicht gemacht und viele authentische Cafés stehen vor dem Aus. Ysewijn ruft mit ihren Fotos denn auch dazu auf, wieder öfter in die Kneipe zu gehen, um „eins zu trinken“.

Das Genevermuseum in Hasselt ist natürlich ein passender Rahmen für eine solche Ausstellung, denn der Schankraum, in dem man Schnaps probieren darf, ist einem Volkscafé nachempfunden.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Im vergangenen Jahrzehnt haben im belgischen Bundesland Flandern 2.739 Kneipen und Cafés ihre Türen geschlossen. Und Regula Ysewijn bedauert dies, wie viele andere auch. Und sie begründet dies mit logischen Argumenten: „In den Kneipen gibt es noch eine Welt ohne ‚likes‘ und ‚comments‘, wo man noch mit einander quatschen und das Glas heben kann… Und Cafés sind das perfekte Gegengift gegen Einsamkeit und Depression.“

Die Foodjournalistin hat sich diesem Thema schonmal gewidmet und zwar 2017 mit ihren Buch „Authentieke Belgische Cafés“. So manche Kneipe aus diesem Buch gibt es heute schon nicht mehr…

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Passender Rahmen: Das Genevermuseum von Hasselt

Die Ausstellung zeigt auch einige Volkscafés aus Hasselt, der flämischen Genever-Hauptstadt: „De Kleine Hal“, „In de Vaart van Maastricht“ und das „Cambrinus“. Hier, so Ysewijn, habe sie während der Fotosessions volle Kneipen erlebt und tolle Leute kennengelernt. Zu „In de Vaart van Maastricht“ erzählte sie, dass es dieses Café schon seit 1904 gibt und dass es an der Pilgerroute zwischen Maastricht und dem flämischen Pilgerort Scherpenheuvel in der Provinz in Flämisch-Brabant liegt.

Die Ausstellung „Cafébazinnen en Zagemannen“ im Genevermuseum in Hasselt ist noch bis zum 1. September 2024 zu sehen. Regula Ysewijn ist an einigen Tagen auch dort (16. Mai, 22. Juni, 24. August). Mehr Info bietet die Webseite des Museums: www.jenevermuseum.be/nl

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