Am Montagabend konnte die Last Post zur Überraschung aller Beteiligter schon wieder unter dem Menenpoort in Ypern stattfinden. Eigentlich war die Rückkehr der Bläser unter das Tor erst für Mittwoch geplant, doch 20 Minuten vor Beginn der täglichen Zeremonie wurde mitgeteilt, dass diese schon wieder vor der angestammten Kulisse stattfinden könne.
Nach der ersten Phase der Restaurierung: Die erste Last Post unter dem Menentor in Ypern
Vor knapp einem Jahr verschwand das Menentor hinter Gerüsten, denn es stand eine gründliche Restaurierung an, die noch bis ins nächste Jahr hinein dauern wird. Inzwischen aber ist das Innere des Tors zum größten Teil fertig, wodurch die weltbekannte Zeremonie der Last Post wieder dort stattfinden kann.
Die Last Post Association ging davon aus, dass die lange erwartete Rückkehr unter das Tor am Mittwoch stattfinden soll, doch zur Freude von Hornbläser Rik Vandekerckhove ging es schon am Montagabend los: „Etwa 20 Minuten vor dem Start bekamen wir das Signal, dass wir unter das Tor gehen konnten. Eine kleine Anpassung, aber eine schöne Überraschung.“
Besserer Klang
Offenbar konnte das Gerüst im Inneren des Tores bereits abgebaut werden, was die erste Last Post dort verfrüht ermöglichte. Dort zu spielen, hat auch etwas mit dem Ton zu tun, wie Vandekerckhove unterstrich: „Wir mussten zwar unter freiem Himmel nicht lauter blasen, als sonst, doch die Last Post klingt draußen eher gedämpft. Unter dem Tor kommt der Ton zurück und das sorgt für einen besonderen Klang.“
Besonders war auch, dass die Bläser aus Ypern am Montagabend nicht alleine waren. Zu Gast waren Hornbläser aus der US-Hauptstadt Washington. Dabei handelte es sich um Berufsmusiker, die dort die Taps spielen, quasi die amerikanische Version der Last Post.
