Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zum sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche in Belgien hat Anzeige zu möglichen weiteren Fällen vor Gericht erstattet. Diese Fälle laufen sogar möglicherweise noch. Die Mitglieder des Ausschusses hatten zahlreiche Zeugen und Opfer angehört und dabei kamen offenbar weitere Vorgänge zutage.
Der parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Missbrauch in der Kirche meldet der Justiz weitere Fälle
Der U-Ausschuss zur sexuellen Gewalt in der Kirche und darüber hinaus tagte nach Ausstrahlung der Reportage „Godvergeten“ („Gottvergessen“) des zweiten TV-Programms des flämischen Rundfunks VRT, Canvas. In dieser Sendung kamen Opfer von Missbrauch zu Wort. Den Opfern zuhören war denn auch der wichtigste Bereich bei den Anhörungen des Ausschusses.
„Wir haben aufgrund von Erklärungen, die während einer Sitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgab, Anzeige bei Gericht erstattet,“ so der Abgeordnete der Ersten Kammer im belgischen Bundesparlament Stefaan Van Hecke (Groen). In diesen Aussagen soll die Rede von sexueller Gewalt gewesen sein, die der Justiz noch nicht bekannt waren.
Weil diese Handlungen möglicherweise noch stattfinden und aufgrund des Ernstes dieser Vorgänge, entschied der Ausschuss, Anzeige beim zuständigen Staatsanwalt einzureichen.
