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Es geht voran: Die Königliche Bibliothek von Belgien digitalisiert das Zeitungsarchiv

Die Königliche Bibliothek von Belgien, kurz KBR, lanciert ein neues und großangelegtes Projekt zur Digitalisierung des Zeitungsarchivs. Bis 2027 sollen rund 4 Millionen weitere Seiten aus der belgischen Tagespresse digitalisiert werden. Damit wird das aktuelle ebenfalls rund 4 Millionen Seiten umfassende digitale Archiv quasi verdoppelt und um den Zeitraum 1951 bis 1989 ergänzt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die KBR weitet damit ihr digitales Zeitungsarchiv auf ihrem eigenen Interface BELGICA PRESS um die gedruckte Presse aus der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts aus. Bisher sind dort Dokumente und Seiten aus 136 Printmedien aus dem Zeitraum 1814 bis 1950 konsultierbar. Darunter befinden sich auch Zeitungen und Tageblätter aus der französischen Zeit (1814-1915) und aus der -holländischen Periode (1815-1830).

Konkret handelt es sich bei dem bereits vorhandenen Archiv in BELGICA PRESS um 3.952.430 Seiten, die dank dem OCR-Verfahren (Optical Character Recognition) als „Full Text“ zur Verfügung stehen. Alle diese Dokumente sind durch Vereinbarungen der Königlichen Bibliothek von Belgien mit den Verlagen bzw. den Rechteinhabern kostenfrei zu nutzen.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Lange Regale mit Printmedien werden digitalisiert

Sehr häufig konsultiert

Im vergangenen Jahr 2023 war BELGICA PRESS das am häufigsten konsultierte Tool der KBR mit rund 129.000 Zugriffen. Dieses Portal wird in erster Linie im Rahmen von wissenschaftlichen Untersuchungen, von journalistischen Recherchen oder von Bildungsaktivitäten aufgerufen, manchmal aber auch in Zusammenhang von gerichtlichen Ermittlungen.

Jetzt, im Rahmen dieses von der KBR selbst finanzierten Projekts, werden Zeitungsartikel und -seiten aus den Jahren 1951 bis 1989 digitalisiert. In diesem letztgenannten Jahr endet die Digitalisierung.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Das Angebot wird verdoppelt

Von Seiten der Bibliothek wird dies damit begründet, dass ab diesem Zeitpunkt die Verlage und Redaktionen mit der Produktion von digitalen Matrizen als Druckvorlage begonnen haben und dass damit so oder so alles elektronisch vorliegt. Einige belgische Zeitungs- und Printmedien-Verlage verfügen zudem bereits über eigene digitale Archive. Die KBR wird für den Zeitraum nach 1989 eine eigene und spezifische Analyse entwickeln.

Innerhalb der kommenden drei Jahre soll der Umfang des Zeitungsarchivs der Königlichen Bibliothek von Belgien quasi verdoppelt werden. Für den Zeitraum der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts besteht offenbar eine große Nachfrage bei der KBR und so wurde es Zeit, sich dem auch konkret anzunehmen. Dazu arbeitet die KBR mit dem niederländischen Unternehmen GMS zusammen, dass die papierenen Archive mithilfe von OCR digitalisiert.

Info: www.kbr.be oder www.belgicapress.be

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