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Beispiel Brüssel: Hier ist Wohnraum knapp und teuer
Inland
Politik

Der Immobiliensektor in Belgien warnt vor einer "nie dagewesenen Wohnungskrise"

14 Fachleute aus dem Immobilien- und Wohnungsbausektor warnen in einem offenen Brief vor einer Wohnungskrise ungeahnten Ausmaßes. Diese Krise würde das Recht auf bezahlbares Wohnen in Bedrängnis bringen und dies in allen Bereichen: Immobilienhandel, Bauwesen, sozialer Wohnungsbau und privater Mietmarkt. 

Andreas Kockartz
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Nach Ansicht der Fachleute biegt Belgien in die falsche Richtung ab, doch „die Regierung will das noch nicht einsehen und auf dem Dorf weiß man nicht, wie man damit umgehen soll.“ Belgiens Wohnungssektor besteht heute - nach Angaben der verschiedenen Sektoren - aus 75 % Haus- und Wohnungsbesitzern, 20 % privaten Mietern und 5 % Sozialwohnungsmietern.

Während die erste Kategorie zurückgeht, kämpfen die privaten Mieter mit immer größer werdenden Problemen in Sachen bezahlbarem und qualitativen Wohnraum. Und die Wartelisten für Sozialwohnungen sind „ellenlang.“

Die Unterzeichner des offenen Briefes stellen fest, dass eine diesbezügliche Debatte längst im Gange ist, doch die Politik befasse sich lediglich mit Prämiensystemen und mit der Regelung von Gebühren.

Falsche Prioritäten?

Eigentlich, so die Kritik, müsse aber über Raumordnung, Mobilität, Baukosten, Bezahlbarkeit, Vergreisung der Bevölkerung oder um landwirtschaftliche Flächen drehen.

„Unsere Politiker müssen den Mut haben, zu experimentieren statt von alten Rezepten zu zehren“, so de offene Brief, der einen Paradigmenwechsel empfiehlt. Weniger Regeln und Verwaltung ist eine Idee und in Sachen Bauen wird empfohlen, höher und enger zu bauen, „allerdings unter Berücksichtigung für die richtigen Locations mit qualitativen und grünem öffentlichen Raum.

Die Gesellschaft müsse das Thema sozialer Wohnungsbau nicht aus dem finanziellen Hinblick diskutieren, sondern aus dem sozialen: „Wenn wir nicht bald Opfer der Wohnkrise werden wollen, dann ist es höchste Zeit, die Köpfe zusammenzustecken und eine breite und ambitionierte Wohnpolitik praktisch wahrzumachen“, so das Fazit der 14 Unterzeichner des offenen Briefes.  

Wohntürme in Brüssel

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