Eine sehr knappe Mehrheit der Belgier ist der Ansicht, dass man das System der Steuererleichterungen für Dienst- und Firmenwagen abschaffen sollte. Dies fanden unsere Kollegen des frankophonen öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTBF in einer Umfrage zu Themen heraus, die im Wahlkampf auftauchen könnten.
Steuererleichterungen für Firmenwagen: Eine knappe Mehrheit der Belgier will das abschaffen
Firmenwagen sind in Belgien schon lange ein Teil des Gehaltsvolumens. Sie bringen den Unternehmen steuerliche Vorteile und auch die Mitarbeiter profitieren davon. Allerdings sorgen sie dafür, dass der belgische Staat entsprechend weniger Steuereinnahmen generieren kann und nicht zuletzt sind die eine Hemmschelle für die Verkehrswende und für das Erreichen der Klimaziele.
In einer Umfrage der RTBF kam heraus, dass jeweils 51 % der Flamen und der Wallonen sowie 54 % der Brüsseler für eine Abschaffung dieses Systems sind. Im Allgemeinen wurde festgestellt, dass die jüngeren Generationen diesem System als Vorteil am Arbeitsplatz eher positiv gegenüberstehen.
Recht wenige Nutzer
Bemerkenswert daran ist aber, dass nur ein recht kleiner Teil der arbeitenden Bevölkerung in Belgien von dem steuerlich mitunter attraktiven System des Firmenwagens profitiert, nämlich abhängig von der Region zwischen 15 und 24 % (15 % Wallonie, 23 % Flandern und 24 % Brüssel Hauptstadt-Region).
Wer sind die Nutzer? Jüngere Arbeitnehmer, Beschäftigte mit höheren Diplomen oder hohem Ausbildungsgrad, Angestellte oder Selbständige. In der Wallonie sind dies Wähler oder Anhänger der liberalen MR, der Grünen von Ecolo und Linksliberale von Défi. In Flandern betrifft dies Anhänger der flämischen Nationaldemokraten N-VA und der liberalen Open VLD.
