Die Hagelstürme der letzten Wochen haben den flämischen Obsterzeugern außergewöhnlichen Schaden zugefügt, berichtet Vilt.be. Der niederländische Versicherer BFAO, der für die belgische Allfinanzgruppe KBC Obstschadensforderungen in Flandern abwickelt, wurde inzwischen von mehr als 200 Unternehmen kontaktiert.
Außergewöhnlich viele Schadensmeldungen von Obsterzeugern in Flandern nach Hagelstürmen
„Das hat es noch nie gegeben und die Zahl der Meldungen nimmt immer noch zu“, erklärt der Versicherer, der in Flandern rund 400 Kunden hat. Der endgültige Schaden wird kurz vor der Ernte bewertet. „Hagelschauer im April sind keine Ausnahme“, sagt Pietjan Visser von BFAO. „Aber in normalen Jahren hört es bei 50 bis 100 Meldungen auf. Das haben wir noch nie erlebt. Aber die letzte Woche war aufgrund der Kombination mit dem Wind am schlimmsten.““
Der Versicherer stellt fest, dass 10 Tage lang in Folge Hagelstürme über Flandern fegten und dass sie von einigen Unternehmen sogar eine zweite Schadensmeldung erhalten haben.
Was beim Obstanbau in Flandern dieses Jahr auch eine Rolle spielt, ist, dass die Blüte mehrere Wochen früher als normal erfolgte ist und sich die Früchte bereits entwickelt haben, insbesondere bei Birnen und Äpfeln, die aber teilweise bereits ausgewachsen waren. Bei BFOA geht man daher davon aus, dass der Schaden an den Äpfeln nicht so groß sein wird wie erwartet.
Junge Früchte reagieren empfindlicher auf Hagel als die Blüte und Hagel verursacht schwere Schäden an den Birnen, so Visser: „Wenn die Fruchtentwicklung weniger fortgeschritten gewesen wäre, wäre der Schaden wahrscheinlich geringer gewesen.“ Frostschäden hielten sich hingegen in Grenzen, da sich die Landwirte darauf vorbereiten konnten und Schutzmaßnahmen ergriffen.
Quelle: Vilt.be (Das flämische Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau)
