Die belgische Bundesregierung hat Ende letzter Woche beschlossen, der Ukraine noch im Laufe des Jahres einige F-16-Kampfbomber zu liefern. Aus regierungsnahen Kreisen verlautete am Samstag, dass davon alle F-16er betroffen sind, „auf die unser Land verzichten kann“. Wie viele das sein können, hängt von der Lieferung der neuen F-35-Kampfflugzeuge an die belgische Luftwaffe ab.
Belgien liefert der Ukraine "so schnell wie möglich" F-16er und Munition
„Unser Land wird alles in die Wege leiten, um die F-16-Kampfflugzeuge beschleunigt der Ukraine zu schenken, wenn möglich noch vor dem Ende des Jahres“ so Bundesverteidigungsministerin Ludivine Dedonder (PS) später ergänzend dazu. „Wir werden dies bewerkstelligen, ohne unsere eigene Sicherheit, unsere operationelle Kapazität und unsere nationalen und internationalen Engagements in Bedrängnis zu bringen“, so die Ministerin weiter in einer Pressemitteilung.
Belgien wird der Ukraine angesichts des Vorrückens russischer Truppen im Donbas weitere Munition für die Luftabwehr liefern, sowie Raketen für Kampfflugzeuge.
Nicht zuletzt macht die belgische Bundesregierung weitere 200 Mio. € für die Finanzierung von zusätzlicher Luftabwehr frei und unterstützt damit einen Vorstoß der deutschen Regierung. Deutschland soll Patriot-Systeme liefern. Diese Mittel werden schon jetzt in den Unterstützungshaushalt 2025. Die Gelder kommen aus Steuereinkommen von Euroclear und sind Gewinne, die aus der Besteuerung von eingefrorenen russischen Guthaben erzielt werden.
