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Inland
Politik

Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten wurde von chinesischen Spionen gehackt

Els Van Hoof (flämische Christdemokraten, CD&V), Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten im belgischen Parlament, wurde im Jahr 2021 von chinesischen Spionen gehackt. Das geht aus einem FBI-Bericht hervor, berichtet die Zeitung Het Nieuwsblad. Van Hoof soll damals E-Mails geöffnet haben, wodurch die Hacker an ihre IP-Adresse gerieten.

Martina Luxen Belga
Veröffentlicht:

Els Van Hoof (CD&V) ist Mitglied der Inter-Parliamentary Alliance on China (IPAC), die sich für die Menschenrechte in China einsetzt. Damit ist die Politikerin dem chinesischen Regime ein Dorn im Auge.  

 Schon 2021 bestand der Verdacht, dass Van Hoofs Laptop gehackt wurde. Nach einer Überprüfung durch die Staatssicherheit blieb der Vorfall jedoch ohne Folgen.

Zumindest bis jetzt. In einem Prozess gegen sieben Chinesen, die in den USA unter Spionageanklage stehen, ist ein FBI-Bericht aufgetaucht. Die chinesischen Spione waren über eine E-Mail in Van Hoofs Laptop eingedrungen.

Die Parlamentarierin hatte E-Mails über Donald Trump und die Menschenrechte erhalten. 

Die Auswirkungen des Cyberangriffs sind noch unklar. „Die Staatssicherheit hat mir gesagt, dass man nicht herausfinden kann, was die Spione alles gesagt und verfolgt haben, dass ich aber davon ausgehen könne, dass es alles gewesen sei“, so die christdemokratische Abgeordnete.

Einschüchterungen des chinesischen Botschafters

„Das ist so, als würde man in dein Haus einbrechen. Man fühlt sich unbehaglich und wird irgendwann richtig paranoid. Die Absicht ist natürlich, uns einzuschüchtern und zum Schweigen zu bringen“. 

Laut Van Hoof hört das Hacken auch hier nicht auf. „Der chinesische Botschafter zum Beispiel hat mich schon mehrmals eingeschüchtert. Ich habe bereits Briefe erhalten, in denen mir gesagt wurde, ich würde mit dem Feuer spielen. Wir wollten auch einmal eine Anhörung über die Uiguren in China durchführen. Als wir damit beginnen wollten, ist das ganze System zusammengebrochen“.

„Aber ich möchte nicht nachgeben und weiterhin meine Meinung sagen, zum Beispiel über Taiwan oder die Situation der Uiguren. Ich möchte besser geschützt werden.“

Van Hoof fordert nun die Einrichtung eines Sicherheitsbüros im Parlament. Dieses könnte die Abgeordneten in Zusammenarbeit mit dem Staatssicherheitsdienst über Sicherheitsprobleme unterrichten und über die digitale Sicherheit auf dem Laufenden halten.

„Jeder kann zur Zielscheibe werden. Ich kann mir vorstellen, dass Einschüchterung bei anderen funktioniert, die sich in einer schwierigeren Lage befinden und zu Hause nicht so gut aufgefangen werden. Sie würden ihren Job für weniger aufgeben. Und soweit sollte es natürlich nicht kommen.“

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