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Waterschei in Limburg - Die Hasselter Universität hilft bei der Erhaltung der historischen Gartenstadt

Im Ortsteil Waterschei in der ehemaligen limburgischen Bergbaustadt Genk werden Wissenschaftler der Universität Hasselt (UHasselt) den Bewohnern der historischen Gartenstadt "Heidebloemke" dabei helfen, den Kulturerbewert ihrer Häuser aufzuwerten. Die meisten der Häuser sind fast 100 Jahre alt und inzwischen sind durch zahlreiche Umbauten einige der Anwesen deutlich gegenüber dem Ursprungszustand verändert. Nicht zuletzt sind auch Böden versiegelt, was Probleme beim Regenwasserabfluss mit sich bringt.

Andreas Kockartz
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Die Wissenschaftler der Uni Hasselt schauen jetzt, wie der historische Charakter der Bergbauwohnungen auf bezahlbare Art und Weise wiederhergestellt werden kann und wie die Grundstücke enthärtet werden können, damit Regenwasser wieder leichter in den Boden sickern kann. Alles soll unter der Respektierung des Kulturerbewertes der Gartenstadt geschehen.

Dass die alten Bergbauhäuser der Gartenstadt von Waterschei den heutigen Ansprüchen und Bedürfnissen der Bewohner angepasst werden müssen, liegt auf der Hand und damit auch entsprechende Anpassungen an den Anwesen, wie Lisbeth Huybrechts von der Hasselter Universität feststellt: „Wir untersuchen das Viertel schon seit Jahren. Die Wasserbewirtschaftung war zu Beginn durch den grünen Charakter der Anlage kein Problem, doch inzwischen liegt einiges an Versiegelung in den Gärten vor, wodurch das zu einem Problem wird.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Häuserreihe mit 4 Wohnungen (UHasselt)

Die Gründe für die zahlreichen Versiegelungen von Gärten und Vorgärten in der Gartenstadt von Waterschei sind vielfältig: Senioren, die ihre Gärten nicht mehr pflegen können, Familien, die einen Parkplatz für ihre Autos brauchen (Garagen haben die Häuser nicht) und mehr. Die Universität Hasselt will jetzt versuchen, diesen Ansprüchen, dem historischen Wert und der Wasserwirtschaft Rechnung zu tragen.

Lisbeth Huybrechts erklärt: „Wir werden den Bewohnern aufzeigen, wie sie doch enthärten können, ohne dass sie Einbußen z.B. bei der Unterhaltsfreundlichkeit ihrer Gärten hinnehmen müssen.“ Ihnen werden u.a. Beispiele für Pflanzen gezeigt, die wenig Pflege brauchen.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Durch die zahlreichen Umbauten im Laufe der Jahrzehnte ist der Kulturerbewert der Häuser in dieser Gartenstadt/Bergbausiedlung leider etwas gesunken, wie Huybrechts weiter erzählt: „Die Häuser sind verschlisse, doch sie sind nicht einfach umzubauen. Hier liegt einiges an Vorschriften für Umbauten vor und den Leute, die hier wohnen, stehen nicht unbedingt immer die Mittel zur Verfügung, um das korrekt zu machen.

Die UHasselt analysiert, wie sie den Bewohnern beistehen kann, um zu Enthärten oder um ihr Haus auf eine bezahlbare Art und Weise energiesparend zu gestalten: „Im Oktober werden wir in und rund um das Einkaufszentrum einige Beispiele von Eingriffen zeigen, damit die Leute sehen können, wie sie das zu Hause einfach selbst machen können.“

Diese Untersuchungen laufen noch bis Oktober. Danach wird das Projekt auf weiter Gartenstädte und wichtige Bergbausiedlungen in Genk ausgeweitet. 

Historische Luftaufnahme der Gartenstadt "Heidebloemke" in Waterschei

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