Der Frost in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch hat auf Obstplantagen und Weingütern Schäden hinterlassen. Beim Weinschloss Genoels-Elderen in Riemst, in der Provinz Limburg, stellte man fest, dass trotz Maßnahmen fast alle Weinreben erfroren sind. Auch andere limburgische Winzer melden Schäden.
Joyce van Rennes, Besitzerin des Weinschlosses Genoels-Elderen, sagte gegenüber VRT NWS, dass 60 Prozent der Ernte zerstört ist. Und die Gefahr vor Frost besteht weiterhin, denn bis halb Mai kann es noch Frostnächte geben. Dass der Frost so verheerend war, hängt damit zusammen, dass es sowohl klares Wetter als auch Vollmond gab und der Wind aus nördlicher und nordöstlicher Richtung wehte. „Das sind die perfekten Zutaten für Frost“, so van Rennes. Es wurden Feuerkanonen und -schalen eingesetzt, sie schafften aber keine Abhilfe.
Der Geschäftsführer des Weinguts Thilesna im limburgischen Dilsen-Stokkem hatte mehr Glück. „Die Maas hat uns ein wenig geschützt. Sie sorgt immer für extra Wärme und auch die Böden sind hier nass. Dass es in den letzten Wochen so viel geregnet hat, war für uns eine gute Sache.“
Mehrere Landwirtschaftsbetriebe in der Region machen sich nun Sorgen um ihre Erlöse in diesem Jahr. In Borgloon zum Beispiel geht der Winzer Ghislain Houben von 30 Prozent Schäden aus. Er befürchtet, dass die Ernte dieses Jahr nur halb so groß wie in einem normalen Jahr ausfallen wird.

