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Umwelt & Klima
Energie

Erste Bausteine für die belgische "Prinzessin Elisabeth-Energieinsel" entstehen in Vlissingen

Im Hafen von Vlissingen in den Niederlanden entstehen derzeit die ersten Bausteine für die belgische „Elisabeth-Energieinsel“, die vor der belgischen Nordseeküste gebaut wird. Diese Insel soll unser Land mit grünem Strom versorgen. Bei diesen Bausteinen handelt es sich um Betonblöcke, auf denen diese künstliche Insel stehen wird. Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) und Bundesenergieministerin Tinne Van der Straeten (Groen) besuchten den Bauplatz für die Betonfundamente in Vlissingen (Video oben). 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die beiden maritimen Baufirmen Jan De Nul und DEME haben sich dazu im Konsortium TM EDISON zusammengefasst und bauen diese Betonblöcke und letztendlich auch die gesamte Energieinsel im Auftrag des belgischen Netzbetreibers der Hochspannungslinien, 5-Elia. Die Abmessungen der Blöcke sind gigantisch: 57 Meter lang, 30 Meter breit und 30 Meter hoch. Ein solcher Block wiegt 22.000 Tonnen.

Etwa alle 17 Tage wird ein solcher Block fertiggestellt. Später werden diese Blöcke, die vorerst in Vlissingen (Teil des flämisch-niederländischen Fusionshafens North Sea Port, zu dem auch der Hafen von Gent gehört) geparkt werden, bevor sie dann zum Standort der Elisabeth-Energieinsel geschleppt werden.

Diese rund 6 Hektar große Insel entsteht etwa 45 Kilometer vor der belgischen Nordseeküste. Jan De Nul und DEME haben bereits den Meeresboden, wo die Insel entstehen wird, geebnet und schon jetzt mit Steinen befestigt. Die Fundamente werden voraussichtlich im Laufe des Jahres gelegt, was rund 2,5 Jahre in Anspruch nehmen wird. Danach wird mit der Installation der Hochspannungs-Infrastruktur begonnen.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Ein fast fertiger Betonblock (Foto: VRT)

Weltneuheit und Schaltzentrum für die Stromgewinnung auf hoher See

Diese Energieinsel ist eine Weltneuheit, denn sie wird die erste Einrichtung ihrer Art weltweit sein. Kostenpunkt: 600 Mio. € (statt der ursprünglich geplanten 450 Mio. €). Elia und das belgische Energieministerium hatten das Projekt ausgeschrieben und TM EDISON bekam den Zuschlag.

Die „Prinzessin Elisabeth-Insel“ ist nötig, um die Elektrizität, die die Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee produzieren, an Land zu bringen. Zudem wird sie quasi der erste Baustein eines europäischen Elektrizitätsnetzes auf hoher See, der die verschiedenen Länder mit einander verbindet.

Konkret wird diese künstliche und 6 Hektar große Insel, die über einen kleinen Hafen und einen Hubschrauber-Landeplatz verfügen wird, die verschiedenen Export-Unterseekabel der neuen Windkraftanlagen in der Prinzessin Elisabeth-Zone in der Nordsee mit ihren 3,5 Gigawatt (GW) Kapazität bündeln. Dadurch wird sie eine wichtige Schaltstelle zwischen den Partnerländern Belgien, Großbritannien und Dänemark im Rahmen der sogenannten Nautilus- und Triton-Link-Projekte.

Ein einzelner Block ist schon eine riesige Baustelle (Foto: VRT)

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