In den vergangenen 40 Jahren sind in der Brüsseler Hauptstadt-Region etwa 400 Hektar grüner Raum hinzugekommen. Doch diese Zunahme ist nicht überall gleichmäßig verteilt, wie die Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ auf Basis eines Berichts des Brüsseler Instituts für Statistik und Analyse (BISA) berichtet.
Laut BISA sind in der Brüsseler Region zwischen 1981 und 2023 rund 40 Hektar an Grünflächen hinzugekommen, wie aus der Analyse von städtischen Entwicklungen im Laufe der Jahre statistisch festgestellt werden kann. Dies auf den Quadratmeter genau festzulegen, ist auch für das Statistik-Institut der belgischen Hauptstadt unmöglich, weil zu komplex.
Viele kleine und größere Projekte in den 19 Brüsseler Gemeinden haben dazu beigetragen und auch private und nachbarliche Initiativen trugen ihren Teil dazu bei. 2023 umfassten die grünen Zonen Brüssels etwa ein Fünftel des Grundgebietes, genauer 19 % der Fläche.
Ungleich verteilt
Diese Zunahme ist allerdings ungleich verteilt. Während im Stadtzentrum bzw. innerhalb des Gebietes zwischen dem Kleinen Ring und dem Mittleren Ring weniger Grünflächen hinzukamen, wurden die ländlichen Regionen am Brüsseler Rand, also an der Grenze zu Flandern, deutlich grüner.
Im Zentrum bleiben der Warandepark und der Jubelpark quasi die einzigen wesentlichen Grünflächen. Innerhalb des sogenannten Mittleren Rings, also der Zone in den großen Ringstraßen - etwa der Auguste Reyerslaan und der Winston Churchillaan - findet man größere bis große Grünflächen, wie den Josaphatpark in Schaarbeek oder auch den Zoniën- und den Ter Kameren-Wald oder auch den Woluwepark.
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Die Qualität der Grünflächen innerhalb des Mittleren Rings erscheint auch höher, als die innerhalb des zentralen Rings. Hier finden sich mehr Wälder und Grünflächen „mit hohem biologischen Wert.“ Das Stadtzentrum leidet nach der Analyse von BISA deutlich „unter einem Mangel an öffentlich zugänglichem grünen Raum und diese Flächen sind überdies kleiner und weniger bewaldet.“
Bevölkerungsentwicklung bzw. -zunahme
Das eigentliche Angebot an Grünflächen ist für die Bevölkerung in der Brüsseler Hauptstadt-Region nicht wirklich gestiegen. Statistisch gesehen ist es in den vergangenen rund 40 Jahren pro Kopf mehr oder weniger gleichgeblieben: 25 m² für die Bewohner der gesamten Region aber nur 5 m² für die Menschen im direkten Stadtzentrum.
Dies ist hauptsächlich der in diesem Zeitraum erfolgten Bevölkerungszunahme geschuldet, so der Bericht der BISA, vor allem innerhalb des Kleinen Rings: „Hier legt die Bevölkerungsdichte einen zunehmenden Druck auf die bestehenden Grünflächen.“
