Das legendäre Brüsseler Hotel Métropole am De Brouckère-Platz in Brüssel wird dann doch nicht abgeschrieben. Es wird renoviert und soll 2025 wieder geöffnet werden. Eine entsprechende Baugenehmigung ist durch die Brüsseler Regionalbehörden erteilt worden.
Ikone im Brüsseler Stadtzentrum: Das Hotel Métropole wird renoviert und soll 2025 wieder öffnen
Das Hotel Métropole ist eine Ikone in Brüssel. Es wurde 1890 zunächst als Café Métropole eröffnet und nur 5 Jahre später erfolgte der Ausbau zum Hotel als Ergänzung davon. Das Gebäude entstand in mehreren Bau- und Architekturstilen und zwar als Mix zwischen Art nouveau, Art déco und zeitgenössischen Elementen. Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Bereiche des Gebäudes klassifiziert, doch langer Leerstand und eine veraltete Infrastruktur sorgen dafür, dass das Hotel Métropole renovierungs- bzw. restaurierungsbedürftig ist.
„Mit einem Programm, das Respekt für das Kulturerbe in Kombination mit heutigen Herausforderungen hat, steht das Hotel Métropole vor einer neuen Blüte“, sagte Brüssels Staatssekretärin für das Kulturerbe, Ans Persoons (Vooruit.brussels).
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Klassische Eckpunkte, moderne Ergänzungen
Die 267 Zimmer des Hotels bekommen eine erneuerte Einrichtung, doch alle klassifizierten Merkmale der Gemeinschaftsräume – dazu gehört natürlich auch das berühmte Café Métropole – bleiben erhalten. Neu hinzugefügt werden ein Schwimmbad und eine Erholungszone mit Hamam und Sauna. Nicht zuletzt wird das Hotel auch einen Fitnessraum bekommen.
In den Renovierungsplänen sind auch nachhaltige Elemente enthalten. So sollen einige Flachdächer entstehen, die begrünt werden. Die berühmte verspielte Außenfassade wird restauriert und behält ihren historischen Glanz, was zur Ausstrahlung der gesamten Umgebung am De Brouckère-Platz beitragen wird. Eine dezente Beleuchtung soll die architektonischen akzentuieren.
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Ein bisschen Geschichte
Das Hotel und das Café Métropole sind rund 130 Jahre alt und begonnen hat alles mit der Brauerfamilie Wielemans-Ceuppens, die das Gebäude in den 1890er Jahren von der Allgemeinen Spar- und Rentenkasse erworben hatte. Architekt Alban Chambon bekam damals den Auftrag, hieraus ein Hotel mit Café zu machen und 1895 wurde das Métropole eröffnet. Damals lockte das seinerzeit hypermoderne Etablissement mit Elektrizität und hier gab es schon einen Aufzug, der mit Strom betrieben wurde.
Von Anfang an wurden in diesem mondänen Hotel Kongresse veranstaltet, z.B. 1911, als der Soda-Fabrikant Ernest Solvay hier 20 namhafte Wissenschaftler zu einem Netzwerk-Treffen eingeladen hatte, an dem u.a. Marie Curie, Max Planck und Albert Einstein teilnahmen. Später kehrten hier Charles De Gaulle, Henry Fonda und auch der US-Rapper 50 Cent ein und genossen im mondänen Café einen Espresso, ein Weinchen oder einen Pastis.
