In der Nacht zum Dienstag führte die belgische Bundespolizei Hausdurchsuchungen bei 2 kurdischen Fernsehsendern in Denderleeuw in Ostflandern durch. Dabei ging es um Ermittlungen der französischen Justiz zu Finanzierung von Terrorismus. Dabei soll es konkret um die kurdische Arbeiterpartei PKK gehen, die u.a. in Frankreich als Terrorgruppe eingestuft ist. Hier wird vermutet, dass die TV-Stationen in Denderleeuw in diese Finanzierung verwickelt ist.
Ermittlungen zu möglicher Finanzierung einer Terrorgruppe: Razzien bei kurdischen TV-Sendern in Denderleeuw
Die Polizei führte in der Nacht zum Dienstag Razzien bei den beiden kurdischen TV-Sendern Sterk TV und Medya News im ostflämischen Denderleeuw durch. Diese Hausdurchsuchungen, bei denen die belgische Bundespolizei 100 Beamten einsetzte, erfolgte im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens der französischen Justiz bzw. im Rahmen eines europäischen Untersuchungsbefehls (EOB), der von Frankreich ausgeht.
Die Justiz in unserem Nachbarland geht davon aus, dass die beiden TV-Studios in Denderleeuw in die Finanzierung der dort verbotenen und als Terrorgruppe eingestuften kurdischen Arbeiterpartei PKK verwickelt ist.
Keine Festnahmen
Festgenommen wurde bei den Razzien niemand, doch es wurden Datenträger, wie z.B. Laptops beschlagnahmt. Der Vorgang dauerte etwa 3 bis 4 Stunden und dabei wurde auch Schaden an der Einrichtung der Studios angerichtet. Die Anwältin der kurdischen TV-Sender Fien Schreurs sagte gegenüber VRT NWS: „Mehrere Türen wurden aufgebrochen und die Telekommunikation wurde zeitweise gesperrt.“
Die Anwältin war am Dienstagmorgen noch nicht von den genauen Gründen der Polizeiaktion unterrichtet: „Wir tasten noch im Dunkeln. Es ist schwierig zu sagen, welches die nächsten Schritte jetzt sind. Die Laptops werden wohl wieder freigegeben, damit das Personal weiterarbeiten kann.“ Der Sendebetrieb konnte im Laufe des Dienstags wieder aufgenommen werden.“
