In den Straßen von Brüssel demonstrierten am Dienstag rund 5.000 Lehrerinnen und Lehrer Seite an Seite mit zahlreichen Schülerinnen und Schülern. Zum ersten Mal seit langer Zeit demonstrierten zudem Lehrkräfte aus allen Landesteilen gemeinsam. Ziel ist, gemeinsam für einen qualitätsvolleren Unterricht einzustehen. Kollegen aus Flandern zeigen sich solidarisch mit den Demonstranten aus der Wallonie.
Die erste nationale Lehrkräfte-Demo in Belgien seit 1996 in Brüssel
Es ist lange her, dass Lehrkräfte aus der Wallonie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Flandern demonstrieren, doch die Sorgen und Nöte seien die gleichen, so Marianne Coopman von der christlichen flämischen Unterrichtsgewerkschaft: „Auch wir wollen einen qualitativen Unterricht und qualitative Arbeitsumstände.“
Konkret lauteb die Forderungen: Weniger Druck am Arbeitsplatz, eine bessere soziale Konzertierung und mehr Zeit für Weiterbildung und für die individuelle Begleitung von Schulkindern.
Neben Vertretern der christlichen Gewerkschaft aus Flandern ist aber auch die sozialistische Gewerkschaft stark vertreten gewesen.
Hier allerdings hielten sich die flämischen Gewerkschaften noch zurück, denn sie zeigten sich hier eher solidarisch. Sie wollen bei ihren eigenen Aktionen im Mai mit „großem Geschütz“ aufwarten, wenn sie nacheinander in einer anderen der 5 flämischen Provinzen auf die Straße gehen.
Dann richten sich die Proteste gegen die Pläne der sogenannten „Kommission der Weisen“ für eine moderne Personalpolitik im flämischen Bildungswesen.
