Zum Hauptinhalt springen
Das Decathlon-Logistikzentrum in Willebroek
Inland
Wirtschaft

Decathlon entlässt 132 Mitarbeiter des Vertriebszentrums in Willebroek

Die Sportartikelkette Decathlon will ihr Lager und Logistikzentrum in Willebroek in der Provinz Antwerpen schließen. Das bedeutet, dass 132 der insgesamt 163 Stellen dort verschwinden werden. Dies wurde am Dienstagvormittag im Rahmen einer außergewöhnlichen Betriebsratsversammlung deutlich. Diese jedoch verlief online – sehr zum Missfallen der Gewerkschaften.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Die Gewerkschaftsvertreter wurden weder zum Logistikzentrum in Willebroek, noch zur Decathlon-Firmenzentrale in der Brüsseler Gemeinde Evere vorgelassen. Sie erhielten ihre Informationen per Telefon von einer Kollegin, die dort zugegen war.

Deniz Agbaba von der sozialistischen Gewerkschaft AVBB geht davon aus, dass über kurz oder lang Willebroek ganz geschlossen werde. Für das Vorgehen von Decathlon zeigte die Gewerkschaftlerin kein Verständnis.

Der Sportartikelhändler will einmal mehr keine Einblicke in sein Vorhaben gewähren und möchte offenbar Gespräche mit den zu entlassenden Mitarbeitern selbst und möglichst individuell führen. Von Sozialverhandlungen mit den Gewerkschaften ist hier also keine Rede.

Laut Deniz Agbaba gibt die Direktion zu verstehen, dass sie für etwa die Hälfte der Beschäftigten in Willebroek innerhalb des Unternehmens einen neuen Job suchen möchte.

Dass Decathlon nicht mit der gesamten Belegschaft sprechen möchte, liege daran, dass man so mögliche Unruhen vermeiden möchte. Man spreche hier lediglich in Gruppen mit den Mitarbeitern, so Erika Lambert von der christlichen Gewerkschaft ACV: „Decathlon hält sich nicht an die Sozialgesetzgebung.“ 

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5