Am Montag hat Bundesklimaministerin Zakia Khattabi (Ecolo) das neue belgische Zentrum zur Analyse von Klima- und Umweltrisiken eröffnet. Das Zentrum hat sich zum Ziel gesetzt, Risiken, die durch den Klimawandel entstehen können, rechtzeitig zu erkennen und dem Nationalen Sicherheitsrat zu melden, so Luc Bas (Foto), der Leiter der Einrichtung.
Dieses Zentrum trägt den Namen “Climate and Environment Risk Assessment Center”, kurz CERAC. Es entstand nicht zuletzt nach der Wasserbombe nach anhaltendem Starkregen in Ostbelgien, in Teilen der Wallonie und in der flämischen Provinz Limburg, bei der vor knapp 3 Jahren 39 Menschen starben. Rund 100.000 Bürger unseres Landes hatten mit den Folgen dieser Unwetter- und Hochwasserkatastrophe zu tun. Der damals entstandene Schaden wird heute mit etwa 2,57 Mia. € beziffert.
Vor 2 Jahren hingegen erlebte Belgien einen besonders trockenen und heißen Sommer, der noch schlimmer war, als der historisch trockene Sommer des Jahres 1976. Die Natur stand durch diese beiden Klimaereignisse unter Druck, die Gesundheit der Menschen litt und es kam zu einer Übersterblichkeit. Auch die Wirtschaft hatte Probleme z.B. durch den quasi Ausfall der Binnenschifffahrt (durch Hoch- und durch Niedrigwasser) und die Landwirtschaft hatte schwer mit diesen Klimabedingungen zu kämpfen.
Luc Bas, der Direktor des CERAC, sagte zu seiner Einrichtung: „Was wir machen, ist etwas ganz neues. Doch es wird mehr und mehr zu einer Priorität in Belgien und in Europa.“ Das CERAC ergänzt das belgische Klimazentrum, dass das Fachwissen zum Klimawandel in Belgien bündelt und das sektorenübergreifend entsprechenden Gutachten und Empfehlungen erstellt. Das neue Zentrum gehört zum Bundesgesundheitsministerium.
