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Die Sängerin Charlotte Adigéry und der Schriftsteller Tom Lanoye, um nur einige zu nennen, verurteilen die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest.

Auch belgische Kulturschaffende sprechen sich gegen israelische Teilnahme am Eurovision Song Contest aus

Fast 200 Personen aus dem belgischen Kultursektor fordern in einem offenen Brief, Israel vom Eurovision Song Contest auszuschließen. Unter anderem haben der Sänger Daan, die Sängerin Charlotte Adigéry und der Schriftsteller Tom Lanoye den Brief unterzeichnet. Ähnliche Aufrufe wurden bereits in Schweden und den Niederlanden veröffentlicht.    

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Johannes Genard, Brihang und Flip Kowlier unterzeichneten ebenfalls den offenen Brief. Sie "prangern die endlose Gewalt an, die Israel dem Gazastreifen zufügt" und finden es unverständlich, dass das Land am Eurovision Song Contest teilnehmen darf. "Die israelische Armee hat mehr als 31.000 Palästinenser getötet, darunter 13.000 Kinder", heißt es darin unter anderem.

Mit dem offenen Brief schließt sich der belgische Kulturbetrieb einem ähnlichen Aufruf in Schweden an, der von mehr als 1.000 Künstlern, Interpreten und Kulturschaffenden unterstützt wird.

Letzte Woche forderten auch niederländische Künstler ihren Kandidaten Joost Klein auf, wegen des israelischen Krieges in Gaza nicht zum Song Contest zu fahren.

Doppelte Standards

Die Erklärungen von EBU und VRT, warum Israel am Song Contest teilnehmen darf, reichen den Unterzeichnern nicht aus. Sie sprechen von einer "Doppelmoral", weil "die EBU im Jahr 2022 durchaus eine politische Entscheidung treffen konnte, als sie Russland wegen der Invasion in der Ukraine vom Festival ausschloss".

"Plötzlich zu behaupten, das Festival sei 'unpolitisch', zeigt vor allem, dass die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt lieber still und leise einem Staat eine Bühne gibt, der 31.000 Morde auf dem Gewissen hat, als dass sie ein Zeichen gegen all das Grauen setzen will."

Der Brief endet mit einem klaren Appell: "Wir fordern die EBU, VRT und RTBF auf, ihre Entscheidung zu revidieren, ein Zeichen gegen den Völkermord zu setzen und Israel nicht am Eurovision Song Contest 2024 in Schweden teilnehmen zu lassen."

Warum wird Israel nicht ausgeschlossen?

Die Europäische Rundfunkunion (EBU), die den Song Contest organisiert, hat erklärt, dass sie Israel nicht ausschließen wird. Erstens sei der Song Contest eine unpolitische Veranstaltung und zweitens sei nicht die israelische Regierung, sondern der öffentliche israelische Rundfunk Mitglied der EBU. Und dieser Sender erfülle alle Bedingungen für eine Teilnahme.

VRT teilte mit, dass die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Flanderns dem Standpunkt der EBU folgt, und betonte auch die verbindende Rolle des Musikfestivals für Zuschauer und Zuhörer aus der ganzen Welt.

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