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Inland
Wirtschaft

Immobilienverkäufe in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 7,3 Prozent gesunken

Die Immobilienverkäufe sind im ersten Quartal 2024 um 7,3 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2023 gesunken. Das geht aus dem Immobilienbarometer des Verbands der Notare am Donnerstag hervor. Junge Leute und Investoren sind weniger aktiv auf dem Markt, sagt Notar Bart van Opstal. Die Preise in Flandern stabilisieren sich.

Martina Luxen Belga
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Die Abkühlung des Immobilienmarktes begann bereits 2022.

"Wir haben 2023 einen Rückgang von etwa 15 Prozent über das ganze Jahr gesehen, verglichen mit dem Vorjahr", sagt Notar Bart van Opstal: "Und so auch jetzt in den ersten drei Monaten dieses Jahres. Landesweit wurden mehr als 7 Prozent weniger Immobilien gekauft als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In Flandern sprechen wir sogar von einem Rückgang von mehr als 8 Prozent. In Wallonien sprechen wir von einem Rückgang um 6,5 Prozent. Nur in Brüssel ist der Umsatz praktisch stabil geblieben."

Laut Van Opstal ist die Tatsache, dass die Zahl der Immobilienverkäufe in den letzten zwei Jahren zurückgegangen ist, nicht besonders überraschend: "Wir haben die Kaufwelle während der Corona-Krise gesehen, als die Zinsen so niedrig waren. Das hat sicherlich für zusätzliches Volumen gesorgt. Das war eine außergewöhnliche Zeit. Wir wussten, dass der Effekt nachlassen würde und wir wieder auf das normale Niveau zurückkehren würden."

Jetzt liegen die Immobilienverkäufe unter dem Niveau von 2019, also von vor der Corona-Krise. Das sei auffällig, sagt Van Opstal, da der Verband feststellt, dass vor allem die Käufer weniger aktiv sind. Es gibt aber keine Immobilienknappheit in Belgien."

Weniger junge Käufer und weniger Investoren

Van Opstal zufolge ist dies zum Teil auf das Verhalten der jungen Käufer zurückzuführen. "Junge Leute hatten früher einen Marktanteil von rund 30 Prozent. Wir sehen, dass sich diese Gruppe jetzt beruhigt und einen Marktanteil von 27 Prozent erreicht hat".

Dafür gibt es zwei Erklärungen: “Einerseits haben viele junge Leute früher als gekauft, als die Zinsen so niedrig waren. Diese kaufen jetzt kein weiteres Mal eine Immobilie. Sie erscheinen also nicht mehr in den Statistiken."

"Auf der anderen Seite warten andere junge Leute ab, was passiert, falls die Zinsen sinken und die Immobilienpreise fallen."

Für Investoren wiederum gibt es interessantere Alternativen, wie etwa die Staatsanleihe. Sie schauen also nicht nur auf Immobilien, sondern auch auf andere Anlageformen." 

Immobilienbarometer

Das Immobilienbarometer zeigt auch, dass sich die Immobilienpreise stabilisieren. Im 1. Quartal 2024 kostete ein Haus in Belgien durchschnittlich 328.187 Euro. In absoluten Zahlen ist das ein Preisanstieg von 1,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Berücksichtigt man jedoch die Inflation, so ergibt sich ein Preisrückgang von 0,6 Prozent.

"In Flandern stieg der Durchschnittspreis für ein Wohnhaus um 2,4 Prozent auf 367.120 Euro", erläutert Van Opstal. "Unter Berücksichtigung der Inflationsdifferenz blieb der Preis mit einem Anstieg von 0,1 Prozent ziemlich stabil." 

Der durchschnittliche Preis für ein Haus ist in allen flämischen Provinzen gestiegen, wenn man die Inflation nicht berücksichtigt. In Flämisch-Brabant stieg der Preis um 3,1 Prozent auf einen Durchschnittspreis von 433.320 Euro. In Limburg gab es einen identischen Preisanstieg von 3,1 Prozent auf 317.594 Euro.

In Westflandern stiegen die Preise etwas stärker, nämlich um 3,8 Prozent auf einen durchschnittlichen Hauspreis von 334.378 Euro. In Antwerpen und Ostflandern sind die Preise weniger stark gestiegen: um 1,3 Prozent bzw. 1,9 Prozent. Berücksichtigt man die Inflation, so ist der reale Preis dort leicht gesunken: um 1 Prozent bzw. 0,4 Prozent.  

In der Wallonie und Brüssel sanken die Preise, auch ohne Berücksichtigung der Inflation, um 0,3 Prozent bzw. 3,1 Prozent.

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