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Inland
Wirtschaft

Zu hohe Kosten und zu wenig Personal: Brüsseler Restaurants in der Krise

Zuerst kam Corona, dann stiegen die Energie- und Personalkosten rasant an. Viele Restaurants in der belgischen Hauptstadt bangen um ihre Existenz. 2023 schlossen fast 300 Kneipen und Restaurants die Türen und ein Ende der Probleme ist vorerst nicht in Sicht. 

Jens Van Reet
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„Die Restaurantbesitzer haben es satt. Viele Restaurants sind zwar wieder vollbesetzt, verdienen aber kaum etwas.“ Das sagte der neue Vorsitzende des Brüsseler Gastronomieverbands Matthieu Léonard gegenüber dem Regionalmagazin BRUZZ. Nicht nur die gestiegenen Kosten spielen eine wichtige Rolle, auch ist es schwierig, genügend Arbeitskräfte zu finden. Deswegen hörten in den letzten Monaten unter anderem Bonsoir Clara und Le Fontainas in der Innenstadt, Dante in Ukkel und Les Filles am Königspalast auf. Viele Gastwirte trauen sich nicht oder weigern sich, die hohen Kosten an die Kunden weiterzugeben. Dies führt dazu, dass am Ende für die Betreiber nichts übrigbleibt.

Verschiedene Restaurantbesitzer haben sich nun zusammengetan und hoffen mithilfe einer Petition die Regionalregierung zum Handeln zwingen zu können. Mehr als 3.000 Unterschriften haben die Initiativnehmer schon eingesammelt. „Wenn hier nichts passiert, verschwinden hier alle gemütlichen Restaurants und bleiben nur die Imbisse übrig“, so der Chef Christophe Hardiquest des Sternerestaurants Menssa in Sint-Pieters-Woluwe, denn auch die teuren Gaststätten stehen vor großen Herausforderungen.

Zu wenig Kontrollen

Hardiquest nennt den Wettbewerb unehrlich und kritisiert das Ausbleiben von Kontrollen. „Ich halte mich immer an die Regeln. Keine ‚Briefumschläge‘ für meine zwölf Mitarbeiter. Ich zahle jeden Monat 30.000 Euro Sozialbeiträge und auch noch 20.000 Euro Mehrwertsteuer. Leider arbeitet nicht jeder auf diese ehrliche Weise. Aber wo sind die Kontrollen? Ich sehe sie nicht.“

Nicht nur wegen des Personalmangels und der hohen Kosten befindet sich das Brüsseler Gastgewerbe in der Krise. Auch Corona hat die Restaurantlandschaft grundlegend verändert, weil nach der Pandemie sich viele Leute daran gewöhnt haben, zuhause zu arbeiten und nicht mehr so oft ins Restaurant zu gehen. Ausgang offen: aber die Restaurantbesitzer warten auf Maßnahmen von Seiten der Politik. 

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