Die N-VA tritt bei den Wahlen für ein neues belgisches Bundesparlament im Juni auch in der Wallonie an. Die flämischen Nationaldemokraten versuchen mit insgesamt 77 Kandidaten in allen wallonischen Provinzen Wähler für sich zu gewinnen. N-VA-Parteipräsident Bart De Wever hatte dies bereits im Dezember letzten Jahres angekündigt.
Wahlen ’24: Flanderns Nationaldemokraten N-VA treten auch in der Wallonie an
In der Provinz Wallonisch-Brabant führt der rechtskonservative Meinungsmacher und Geschäftsmann Drieu Godefridi die Liste der N-VA als Spitzenkandidat an. In der Provinz Lüttich treten die flämischen Nationaldemokraten mit Evelien Barbieux an, eine enge Mitarbeiterin des führenden N-VA-Politikers Theo Franken, als dieser noch Staatssekretär für Asyl und Einwanderung in der belgischen Bundesregierung war.
Spitzenkandidatin in der Provinz Luxemburg ist Anne Laure Mouligneaux, die französischsprachige Presseverantwortliche der Partei. In den Provinzen Hennegau und Namür tritt die N-VA mit Kandidaten von außerhalb der Partei an, mit dem Akademiker Michel De Wolf und der Geschäftsfrau Laurence Genot.
"Debatte beeinflussen"
Viele Wählerinnen und Wähler wird die flämische Partei in der Wallonie wohl nicht überzeugen, so Bart De Wever: „Ziel ist nicht, dort den Durchbruch zu schaffen. Ich will vor allem die Debatte in der Wallonie beeinflussen.“
Die N-VA tritt im französischsprachigen Landesteil übrigens mit dem Wahlslogan „Pour une Wallonie prospère“ an, was so viel heißt, wie „Für eine wohnfahrende Wallonie“ an. Programmpunkte für den Wahlkampf in Wallonien sind ein ausgeglichener Haushalt, eine strengere Einwanderungspolitik, eine Senkung der Belastung der Arbeit und eine gerechte soziale Sicherheit.
