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Hausdurchsuchungen im Rahmen der "Operation Kelch" bei den Bistümern 2010
Inland
Justiz

Hoher Justizrat zur "Operation Kelch" - Kein Nachweis dafür, dass die Kirche Druck auf die Gerichtsbarkeit ausübte

Der Hohe Justizrat in Belgien hat die Ergebnisse seiner Untersuchungen über die Frage vorgelegt, ob die Bischöfe der Katholischen Kirche den Ermittlungen im Rahmen der „Operation Kelch“ im Wege gestanden haben. Der Rat kam zu der Feststellung, dass es dafür keine Nachweise gibt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Im Rahmen der „Operation Kelch“ ermittelte die Staatsanwaltschaft zu möglichen Vertuschungen von Fällen von sexuellem Missbrauch durch Geistliche im Jahr 2010. Nach den Untersuchungen der damaligen Vorgänge konnte der Hohe Justizrat keine Einflussnahme der Geistlichkeit auf die Gerichtsbarkeit und auf die damaligen Ermittlungen feststellen.

Es würden keine Hinweise darauf vorliegen, dass hohe Kirchenvertreter die entsprechenden Ermittlungen behindert hätten oder dass sie Einfluss auf die Justiz ausübten. 

Reaktionen

Von Seiten der Bischofskonferenz wurde auf die Ergebnisse der Untersuchungen durch den Hohen Rat der Justiz reagiert. Hier verlautete, dass sich die Bischöfe auch nie geweigert hätten, an den Ermittlungen mitzuarbeiten. Die seit 2010 gegen die Kirche geäußerten Anschuldigungen müssten jetzt aufhören, hieß es weiter dazu.

Anwälte der Opfer von sexualisierter Gewalt durch Geistliche reagierten ebenfalls auf die Ergebnisse der Untersuchungen durch den Hohen Justizrat. Hier hieß es, dass dieser Bericht ein weiterer Schlag ins Gesicht ihrer Mandanten sei.   

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